Die große Koalition hat sich nicht auf eine umfassende Vereinheitlichung der Umweltgesetzgebung einigen können - stattdessen gibt es neue Einzelgesetze.
Nach dem Scheitern des Umweltgesetzbuches sollen mehrere Einzelregelungen das Umweltrecht bundesweit vereinheitlichen. Die große Koalition einigte sich bei ihrem Spitzentreffen im Kanzleramt in Berlin am Mittwochabend auf die Novellierung der Einzelgesetze zum Naturschutzrecht, Wasserrecht und Strahlenschutzrecht.
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Wie am Rande der Verhandlungsrunde aus Koalitionskreisen bekannt wurde, soll das Bundeskabinett die Einzelregelungen am 11. März verabschieden - wie von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeschlagen.
Der ursprüngliche Plan, einheitliche Umweltregeln und Genehmigungsverfahren in Deutschland zu schaffen, war wegen eines Streits zwischen Union und SPD fehlgeschlagen. CSU-Chef Horst Seehofer und Gabriel hatten sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern gegeben. Ein entsprechender Entwurf zu dem seit Jahrzehnten verfolgten Projekt war in der Bundesregierung bereits abgestimmt gewesen.
Hauptstreitpunkt war eine Genehmigung von Industrieanlagen aus einer Hand. Diese "integrierte Vorhabengenehmigung" hatte insbesondere die CSU abgelehnt. Sie befürchtete eine ausufernde Bürokratie. Die Vereinheitlichung des Umweltrechts ist ein zentraler Punkt des Koalitionsvertrages. Bei den Einzelgesetzen haben die Bundesländer nun die Möglichkeit zu Abweichungen. Ohne eine Neuregelung bis 2010 im Zuge der Neuordnung der Bund-Länder-Beziehungen wären die Umweltgesetze ein regionaler "Flickenteppich" geblieben. Die Vereinheitlichung war von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während ihrer Zeit als Bundesumweltministerin (1994 bis 1998) auf den Weg gebracht worden.
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Russland unter Putin
Die Geschichte des Umweltrechts ist einfach lächerlich! Von unserer Kanzlerin auf den Weg gebracht, als sie noch Umweltministerin war (also vor einigen Legislaturperioden) wird wieder nur Murks verhandelt und verabschiedet. Wieder wird eine Möglichkeit der Vereinheitlichung vergeudet und wieder werden Sparpoteniale nicht ausgeschöpft!
Es klappt nicht mal in den ganz kleinen Dingen! Jedes Land will sein Süppchen kochen und kein Mitglied der Landesregierungen ist bereit, auch nur auf einen Posten zu verzichten! Dabei ist es völlig unerheblich, ob es um den eigenen oder um einen potentiellen Posten für einen Parteifreund geht!
Wozu gab es diese Förderalismuskommission? Damit mal wieder viel Lärm um nichts gemacht werden kann - alle Mitglieder können sich mit wichtigem Gesicht in den Medien präsentieren und das reicht! Am Ende bleiben all die vielen Behörden und Ministerposten unangetastet und dem Verfassungsgericht wird in den Streitereien zwischen Bund und Ländern die Arbeit nie ausgehen!
Immerhin, nach all diesen Fehlschlägen kommt Herr Struck mit dem "Wahlballon" von den "zu vielen sechszehn Bundesländern". Für wie blöd hält Herr Struck eigentlich die Wähler. Denkt er wirklich, diese Nummer nimmt ihm irgendein Wähler ab? Weder in Sachen Bildung noch in der Sache Umweltrecht wurden echte Vereinfachungen geschaffen! Wer glaubt denn da, dass es möglich wäre auch nur zwei Bundesländer zu einem zusammen zu führen?