Ein schwarz-grünes Bündnis ist nach Ansicht maßgeblicher CDU-Politiker für ihre Partei kein Tabuthema mehr. Nach Bundesinnenminister Schäuble zeigte sich auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger dafür offen.
Führende CDU-Politiker sehen keine unüberwindlichen Barrieren mehr für eine schwarz-grüne Koalition. Wie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte sich auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) offen für eine gemeinsame Regierung mit den Grünen.
Eine schwarz-grüne Koalition ist nach den Worten von Ministerpräsident Oettinger durchaus eine Option (© Foto: AP)
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"Eine Option ist Schwarz-Grün dort, wo man damit Rot-Grün oder Rot-Rot verhindern kann", sagte er im Deutschlandfunk. Die Frage stelle sich aber nur dann, wenn eine Alleinregierung der CDU nicht möglich sei. "Im Regelfall ist auch die Koalition mit der FDP für uns näherliegend als alles andere."
Ähnlich äußerte sich der rheinland-pfälzische CDU-Chef Christian Baldauf im Südwestrundfunk (SWR). Bei einem Bündnis mit den Grünen müssten die Werte und Strukturen der Union erhalten bleiben. Das Thema Atomausstieg sei jedoch kein unüberwindliches Hindernis mehr. Vor zehn Jahren sei mit den Grünen auch noch kein Auslandseinsatz der Bundeswehr verhandelbar gewesen.
Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte: "Im Gegensatz zu vor 20 Jahren gibt es bei uns auch Übereinstimmungen mit den Grünen." Die Chancen für ein Bündnis auf Bundesebene sieht er dennoch eher skeptisch.
"Die Grünen müssen sich noch ändern"
"Es gibt nach wie vor sehr grundsätzliche inhaltliche Positionen, die stimmen nicht überein", erklärte er im ZDF. "Die Grünen werden sich noch ein ganzes Stück ändern müssen, bevor sie am Ende zum Beispiel auf nationaler Ebene koalitionsfähig sind." Auch in seinem Bundesland Hessen hält er beide Parteien für "unvereinbar".
Der CDU-Vize Koch sieht seine Partei zudem durch den Entwurf für das neue Grundsatzprogramm gestärkt. Er würdigte den Entwurf in Berlin als ein Programm, das "in der Kontinuität der Arbeit steht, die die CDU in den letzten Jahren gemacht hat".
Der Parteivorstand hatte das Programm am Sonntagabend einstimmig verabschiedet und einen Leitantrag formuliert, der auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember zur Abstimmung kommen soll. Bis dahin sind noch Änderungen möglich.
"Für uns ist die Freiheit ein zentrales Thema. Ohne mehr Freiheit hat die Gesellschaft weniger Chancen. Aber dies ist nie eine Freiheit, die rücksichtslos ist. Das ist eine, die am Ende allen etwas bringt", sagte Koch vor der Fortsetzung der CDU-Klausurtagung in Berlin. Die dafür gefundene Bezeichnung "Chancengesellschaft" sei ein "ein sehr, sehr guter Begriff", hinter dem sich die gesamte CDU versammeln könne.
Kein Verzicht auf Atomenergie
Unionsfraktionschef Volker Kauder verwies auf die Schwerpunkte Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit im neuen Grundsatzprogramm. Ebenso sei der Punkt "Deutschland Integrationsland" eine der "ganz wichtigen Aufgaben dieser Zeit". Er umfasse auch Bemühungen, Chancen für junge Menschen zu schaffen.
Das Programm enthält ein klares Bekenntnis zum christlichen Menschenbild und betont den Stellenwerts von Ehe und Familie als "Fundament der Gesellschaft". An konkreten Maßnahmen enthält der Entwurf unter anderem die Beitragsfreiheit von Kindergartenplätzen und eine Erweiterung des Ehegattensplittings zu einem Familiensplitting.
In den nächsten Wochen sind Regionalkonferenzen geplant, nach denen gegebenenfalls noch Änderungen vorgenommen werden. Das letzte Wort hat im Dezember der Bundesparteitag in Hannover.
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(AP/dpa)
Stockender Kita-Ausbau
...wenn er seiner Einstellung gegenüber älteren Menschen treu bleiben und Deuschland auf den richtigen Weg bringen will. Oettinger hält ältere Menschen - zumindest ab 50 - für weniger leistungsfähig und billigt ihnen weniger Einkommen zu.. Nun, dann muß er - bei seinem Lebensalter - scnell zurückstecken und auf Ratschläge für die Zukunft unseres Landes in Zukunft verzichten. Oettingers Einstellung zu Bündnisen auf Bundesebene bei seiner Einstellung zur Leistungfähigkeit älterer und erfahrener Menschen kann wirlich nicht ernst genommen werden. ... Jürgen Kalähne
wie die Grünen, sollten sich Ideologen jener Partei Gedanken darüber machen, woran es liegt, dass Christdemokraten sich mit ihnen verbandeln wollen; übrigens die Gleichen, die vor 20 Jahren noch den Verfassungsschutz anriefen, um diese Grünen auf ihre Verfassungstauglichkeit hin zu überprüfen.
Zum Teil wird es daran liegen, dass grüne essentials auf dem Altar der Macht geopfert worden sind, wie zum Beispiel das Abnicken von Waffenlieferungen in die Türkei.
Bitte lasset Euch gesaget sein
Farbenlehre ist zwar fein.
Doch wer sagt uns ,es sei rot-rot
schlimm - vielleicht tut´s Not
Denn wer Schwarz-grün nur will
vor rotem Overkill
wird feststellen ganz schön schnell
die Grünen sind auch hell
und werden mitnichten Rosinen mit Schäuble picken
der will sie nur von hinten .....
Es gibt in der Grünen-Basis auf Bundesgebiet nicht einmal anatzweise den Wunsch oder auch nur eine derzeitige Bereitschaft in eine Schwampel oder Schwarz-Grün zu gehen und sowohl die CDU als auch große Teile der Presse ignorieren das geflissentlich. Liebes SZ-Team schickt doch bitte mal einen Reporter in eine Kreisversammlung in Nord-, West- oder Ostdeutschland und fragt nach der Schwarz-Grün, um zu sehen, dass dieses Thema, auf absehbare Zeit, nur sehr eingeschränkt einer ernsthaften Berichterstattung zu bedürfen scheint.
Rot-Grüüün rulezz!!! (OK, it should rule.)
... Vor kurzem war es die "Flexibilisierung " bzw. "Flexibilität" , die ihnen als erstes bei dem Begriff "FReiheit" einfiel , also die Chance von etlichen Millionen Bürgern , sich mit Hungerlöhnen und/oder Hartz IV durchschlagen zu können . Auch jetzt hat die Werbeabteilung der CDU bei dem schönen Begriff "Freiheit" spätestens um eine Ecke rum nur Wirtschaftliches im Sinn : "Chancengesellschaft" , klingt gut , man kann damit nichts falsch machen weil unverbindlich - ein Plastikwort wie aus der Werbung .
In welchem konkreten Maße verlogen das mit Ihrer "Chancengesellschaft" steht , kann man in dem kürzlich erschienenen Buch "Der Zweiklassenstaat . Wie die Privilegierten das Land ruinieren" von Karl Lauterbach nachlesen .
Paging