Union und FDP wollen den Landwirten in Deutschland kräftig unter die Arme greifen. Von dem Sofortprogramm sollen aber auch Schüler profitieren.
Union und FDP wollen den Bauern mit einem Sofortprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro helfen. Darauf haben sich die Agrarfachleute der angehenden Koalitionspartner nach Informationen der Süddeutschen Zeitung in der Nacht zum Donnerstag geeinigt.
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Milchbauern demonstrieren im September gegen die aus ihrer Sicht zu niedrigen Milchpreise - und kippen über 100.000 Liter Milch auf einen Acker. (© Foto: ddp)
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Das Programm besteht aus mehreren Bausteinen. Unter anderem soll die steuerliche Entlastung für Agrardiesel, die bislang auf zwei Jahre befristet ist, unbefristet gelten.
Zudem sollen die Landwirte die Möglichkeit erhalten, Risikoausgleichsrücklagen zu bilden, sodass sie Gewinne aus guten Jahren mit Verlusten aus schlechten Jahren besser verrechnen können.
Auch sollen der Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung sowie die Mittel für die Gemeinschaftsaufgaben bei der Agrarstruktur und beim Küstenschutz erhöht werden.
Den Milchbauern, die seit Monaten unter dem starken Verfall der Milchpreise leiden, wollen die künftigen Koalitionäre mit einem Schulmilchprogramm helfen, bei dem jeder Schüler jeden Tag eine Tüte Milch finanziert bekommt. Allein dieses Projekt habe ein Volumen von ungefähr 500 Millionen Euro, hieß es.
Erst in der vergangenen Woche hatte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel den europäischen Milchbauern 280 Millionen Euro versprochen. Davon dürften etwa 55 Millionen Euro nach Deutschland fließen.
Der Deutsche Bauernverband hatte das als nicht ausreichend kritisiert. Sofern das jetzt von den Unterhändlern beschlossene Programm von der großen Runde unter Vorsitz der Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Guido Westerwelle (FPD) bestätigt wird, würden die deutschen Landwirte damit etwa eine Milliarde Euro erhalten.
"Damit helfen wir ihnen mehr, als wenn wir Forderungen nach einer Begrenzung der Milchmenge aufgegriffen hätten", sagte der FDP-Agrarexperte Hans-Michael Goldmann. Ein Teil der Milchbauern - und somit auch Seehofer, der um seine Kernwählerschaft bangt - hatten gefordert, neue Regeln zu schaffen, die verhindern, dass einzelne Milchbauern mehr produzieren, als sie eigentlich dürfen.
"Das aber würde vor allem den kleinen Betrieben schaden, die auf die Zusatzeinnahmen aus der Überlieferung angewiesen sind", sagte Goldmann. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes beurteilen die Landwirte ihre aktuelle Situation so schlecht wie seit 2003 nicht mehr.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 23.10.2009/woja)
Staatsbesuch in Israel
Diese Planung bedeutet:
Noch mehr Mais, noch mehr Gülle, noch mehr Bodenverdichtung, noch mehr Dreck auf den Straßen und Radwegen, noch mehr Großsiloanlagen, noch mehr Großstallungen, noch mehr landwirtschaftliche Großgeräte, noch mehr überschuldete Landwirte...und das für noch mehr Milch, die keiner braucht.
Ich bin kein Prantl-Freund, aber da hat er recht, das "Narrenschiff" hat in Berlin angelegt.
Das ist Sozialismus der schlimmsten Form. Der Staat nimmt dem Arbeiter das Geld aus der Tasche und kauft davon Milch, denn das Kind des Arbeiters soll gefälligst Milch trinken. Demnächst zahlen wir dann 100 % Steuern und der Staat kauft für uns komplett ein. Schließlich weiß Vater Staat am besten, was für uns gut ist.
Durch diese Subventionen werden übrigens Reiche noch reicher gemacht (denn die meisten Bauern sind Millionäre). In der DDR waren wenigstens alle gleich arm.
War da nicht reichlich von Subventsionsabbau im FDP Wahlkampf die Rede...?
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Ich denke, die Pendlerpauschale wirds werden.
Bauern, Ärzte, Versicherungen und Steuerberater können schon mal ein Fass aufmachen. Man beachte die Gegenfinanzierungsvorschläge der FDP zu den Steuersenkungen vor der Wahl...
Die FDP hat im Wahlkampf gelogen und niemand regt sich auf?
Die FDP versprach keine Nebenhaushalte einzuführen und sie versprach auch, Subventionen abzubauen.
Am Ende wird sie dennoch gelobt.
Paging