Die SPD-Führung ist zuversichtlich, dass die Spitzen der Koalition nach ihrem Treffen heute Abend in Berlin Kompromisse präsentieren können - in manchen Fragen liegen die Positionen von SPD und Union jedoch noch weit auseinander. Die Streitthemen im Überblick.
Noch vor dem Spitzentreffen der Koalition an diesem Montagabend im Kanzleramt haben Vertreter von Union wie SPD ihren Willen betont, in wichtigen Fragen zu Kompromissen zu kommen. Es werde ein "Abend der Taten" werden, sagte der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. Ein Überblick über die Streitthemen.
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Post-Mindestlohn: In diesem Punkt könnte es zumindest deutliche Fortschritte geben. Der von der Deutschen Post dominierte Arbeitgeberverband Postdienste hatte sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen Mindestlohn für Briefzusteller zwischen acht und 9,80 Euro geeinigt. Die Union bezweifelt jedoch, dass dieser Tarifvertrag mindestens 50 Prozent der Beschäftigten der Branche erfasst. Dies betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unmittelbar vor dem Treffen erneut.
Die 50-Prozent-Klausel gilt in der Koalition als Bedingung dafür, um den Mindestlohn zum 1. Januar als allgemeinverbindlich zu erklären. Merkel charakterisierte die Ausgangslage mit den Worten: "Ich sehe das Problem noch nicht gelöst, aber wir werden konstruktiv darüber beraten." Aus Regierungskreisen hieß es über das Wochenende, man wolle die Regelung durch zusätzliche Klarstellungen auf hauptberufliche Briefträger einschränken. Ein Zeitungsausträger oder ein Taxifahrer, die gelegentlich Briefe mitnehmen, sollten nicht unter den Mindestlohn fallen.
Arbeitslosengeld I: Sowohl Union wie auch die SPD wollen die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere von 18 auf 24 Monate verlängern. Bundeskanzlerin Merkel machte vor dem Treffen erneut deutlich, dass die Unionsseite auf einer Kostenneutralität einer Neuregelung bestehen wolle. Dennoch sehe sie auch in diesem Rahmen Möglichkeiten, einen Kompromiss zu erreichen.
Die SPD lehnt es ab, eine Verlängerung der Zahldauer durch Kürzungen bei jüngeren Arbeitslosen zu finanzieren, wie dies die CDU will - allen voran der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Laut SPD-Chef Kurt Beck gibt es eine ganze Reihe von Einsparmöglichkeiten. So nannte er als Möglichkeit, den vollen Bezug des Arbeitslosengeldes von längeren Vorversicherungszeiten abhängig zu machen.
Ein solches Modell brachte auch CSU-Chef Erwin Huber am Wochenende ins Spiel. Ein Anspruch auf das volle Arbeitslosengeld würde dann nicht nach 24 Monaten entstehen, sondern eventuell erst von 30 oder 36 Monaten an. Eine weitere von Huber vorgeschlagene Möglichkeit sieht vor, die Übergangszahlung beim Wechsel vom Arbeitslosengeld I in das Arbeitslosengeld II zu streichen. Auch eine Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln wird diskutiert.
Arbeitslosenbeitrag: Die Koalitionsspitzen wollen sich bei ihrem Treffen darauf verständigen, in welcher Höhe der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von derzeit 4,2 Prozent nächstes Jahr sinken soll. Die SPD war vor einigen Wochen auf die Forderung der Union eingeschwenkt, den Satz statt wie geplant auf 3,9 auf 3,5 Prozent zu reduzieren. Dazu sollten aber neue Berechnungen abgewartet werden. Der Grund für die deutlichere Senkung sind die angewachsenen Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die SPD hat die Senkung des Beitrags auf 3,5 Prozent aber an eine Einigung bei der Verlängerung des Arbeitslosengeldes I geknüpft.
Bahn-Privatisierung: Bei ihrem Hamburger Parteitag hat die SPD das von der Union strikt abgelehnte Volksaktien-Modell zur Bedingung für die Teilprivatisierung der Bahn gemacht. Die Bahn-Reform steht seither auf der Kippe. Als Weg aus der Misere hat die Regierung ein neues Privatisierungsmodell vorgeschlagen, das die Gründung einer Holding vorsieht. Der Personen- und Güterverkehr sowie die Speditionstochter Schenker sollen dabei zusammengefasst und bis zu 49 Prozent privatisiert werden. Das Schienennetz und die übrige Infrastruktur blieben komplett im Bundes-Besitz.
Seitens der Regierung hieß es zuletzt, eine endgültige Entscheidung über eine Variante zur Teilprivatisierung der Bahn werde wohl erst im Dezember fallen. Merkel und Beck signalisierten Interesse, das Modell zumindest eingehend prüfen zu wollen. "Ich denke, dass dort eine Chance liegen würde", sagte Merkel, betonte aber zugleich, dass es zunächst einer Bewertung durch die Experten der Ministerien bedürfe.
Arbeitsmarkt: Auch der Arbeitsmarkt soll bei der Spitzenrunde zur Sprache kommen. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat ein Gesamtkonzept zur Neuordnung des Niedriglohnsektors erarbeitet. Rechtzeitig zum Wahljahr 2009 will er einen integrierten Erwerbstätigen- und Kinderzuschuss einführen, der Hunderttausende Menschen vor dem Abrutschen in Hartz IV bewahren soll. Das Konzept enthält auch eine Anpassung des Wohngeldes und die Neuregelung der Zuverdienstgrenzen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 13.11.2007)
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Es war Betrug an dem Beitragszahler, die Leistungen der Arbeitslosenversicherung trotz laufender Verträges und ohne Kündigungsrecht der Versicherten zu kürzen. Man nennt sowas diktatorische Politik und diese hat demokratischen Abstimmungsprozessen im Interesse der arbeitenden Bevölkerung aber überhaupt nichts mehr zu tun.
Immer noch wird betrogen. Die älteren Zwangsversicherten hatten in den letzten 20 Jahren für einen Anspruch auf eine Arbeitslosengeld von 36 Monaten ihre 6,3 % Beitrag vom Bruttolohn entrichtet. Die Leistung wurde erst auf die Hälfte gekürzt, jetzt in der üblich gewordenen Augenwischeraktion wieder etwas erhöht. Aber immer noch nicht wurde der Stand erreicht, für die die älteren Versicherten jahrelang ihre 6,3 % des Bruttogehaltes zahlten. Es ist nach wie vor Betrug und die Arbeitslosenversicherung könnte man nach den Kriterien, die für an alle Versicherungsgesellschaften gelten, als eine kriminelle Organisation bezeichnen, weil sie mit den Geldern der Versicherten "Geschäfte" finanzierten, die mit dem Sinn einer Arbeitslosenversicherung nichts zu tun hatten. Hier wurden in einem Milliardenbetrug (ca. 600 Milliarden Euro in 20 Jahren, mehr als der Bundeshaushalt eines Jahres) die Beiträge veruntreut.
war, bei aller auch berechtigten Kritik an ihm, jedenfalls Lichtjahre besser als sein Vorgänger, der Deutschland schlimme strukturelle Probleme auch in die Zukunft hinein beschert hat, und seine Nachfolgerin, die im Stile Kohls weitermacht und sich schon als 2 x Ministerin äußerst erflgslos für Deutschland präsentierte.
Frau Merkels Politik findet überwiegend im und für das Ausland statt.
Als deutsche Kanzlerin ist sie ein Riesenflop und hat bald ihren schlimmen Ziehvater eingeholt.
Die (darnieder)liegende SPD-Führung ist also zuversichtlich, dass die präsentierten, präservierten Kompromisse jedoch von der Union noch weit auseinander und so weiter und so fort , es muss nun nur noch die SZ dem Dativ seinen Genitiv beugen und den Opfern gedenken (wenn nicht an die Opfer), dann wird auch die GdL schnell den Weh- Weh- Wehdorn zu einem "Abend der Taten" flektieren, wenn nicht mit dem Tarnsnet-Hansl privat koalitionieren dann / denn schließlich: Alles wird gut, privat-Standort D.
Hauptsache: 18 Prozent der Leute besitzen weiterhin (und künftig noch mehr als) 80 Prozent des Vermögens. Das ist die Kombination von demokratischem Sozialismus und Feudalismus, also SFD, i. e. Sozialfeudalistische Partei Deutschlands. Heil Hubertus! Vorwärts ins 19. Jahrhundert des Manchesterliberalismus (wo bekanntlich viel mehr Eigenverantwortung herrschte als heute) und dann - Augen zu und durch - weiter vorwärts ins Müntealter, äh (Zitat Stoiber), Mittelalter. Benedikt der XVII wird gerne den SFD-Vorsitz übernehmen. Und Pendlerpauschale gab's im Mittelalter auch nicht. Also, ihr Heulsusen, nehmt euch ein Beispiel, ...werdet mit Begeisterung und Deutschland zuliebe Leibeigene und Leiharbeiter der Zukunft!
Nur zur Info: Schröder war der Kriegskanzler, nicht Merkel.
Das ist alles, was aus diesem verlängertem Abendessen rauskommen wird.
Wie gewohnt. Die üblichen Nichtigkeiten. Die Regierungskoalition hat sich längst gegenseitig neutralisiert und nicht nur der phWert liegt bei Null.
Nur die Medien versuchen noch, langweilende Nullnummern zum Ereignis aufzublasen.
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