Koalitionsoptionen der CDU Die Grünen haben sich an die SPD gekettet

Und doch ist die Debatte um Schwarz-Grün eher politische Spinnerei als echte Option, zumindest für die Bundestagswahl im Herbst. Die Grünen haben sich im Prinzip festgelegt: Sie würden zwar nichts ausschließen. Im Moment aber mobilisieren sie alle Kräfte für Rot-Grün.

Wie nie zuvor haben sich die Grünen an die SPD gekettet, um gemeinsam mit den Sozialdemokraten in den Wahlkampf zu ziehen. Selbst Peer Steinbrück verteidigen sie so gut es geht, um den bisherigen Schaden durch seine Kanzlerkandidatur zu begrenzen. Nach der Wahl Schwarz-Grün zu probieren, käme einem Vertragsbruch mit den Wählern gleich.

Rechnerisch bleibt ohnehin immer die große Koalition. Das ist es, worauf de Maizière seine Partei vorbereiten will. Peer Steinbrück hat angekündigt, dass er unter Merkel nichts werden wolle. Aber das gilt nur für ihn persönlich.

Planspiele in der Schublade

Die Planspiele für eine neue große Koalition liegen längst in den Schubladen der SPD. Wenn es so kommt, übernehmen SPD-Chef Sigmar Gabriel oder Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die Vizekanzlerschaft. Steinmeier könnte dann wieder das Außenministerium übernehmen. Dafür läuft er sich mit seiner angekündigten politischen Weltreise ohnehin schon warm.

Die Grünen werden dann die Gekniffenen sein. Es zeichnet sich ja ab, dass es im Bundestag eine deutliche Mehrheit für Schwarz-Grün geben kann. Nur können Göring-Eckardt und Co. diese Karte aus Rücksicht auf ihre Wähler nicht ziehen.

Und Merkel? Sie ist die lachende Dritte. Wenn es für Rot-Grün nicht reicht, bleibt sie Kanzlerin. Das ist umso sicherer, je stärker ihre Union wird. Die FDP kann ihr da ohnehin gestohlen bleiben. Die Grünen im Zweifel auch. Ein Bündnis mit denen hat sie schon 2010 als Hirngespinst bezeichnet. Sie dürfte recht behalten.