Der Ton wird rauer: SPD-Chef Müntefering wirft der Kanzlerin Bruch von Absprachen vor und wünscht sich Gerhard Schröder zurück.
Trotz des Appells von Bundespräsident Horst Köhler an die große Koalition, auf "Schaukämpfe" zu verzichten, streiten Union und SPD ungebrochen weiter. SPD-Chef Franz Müntefering griff am Mittwoch erneut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an und warf ihr vor, sich nicht an Absprachen zu halten. Trotz seiner neuen Angriffe auf Merkel machte der SPD-Vorsitzende deutlich, dass die SPD die Koalition zu Ende führen wolle. "Wir sollten bis zum Wahltag innerhalb der großen Koalition so miteinander umgehen, dass nicht alle Brücken zerstört sind", sagte Müntefering. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hielt den Sozialdemokraten im Gegenzug vor, sie betrieben Wahlkampf ohne Rücksicht auf die Sorgen der Menschen.
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Schluss mit lustig: Franz Müntefering (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf attackiert. (© Foto: dpa)
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Müntefering sagte der Bild-Zeitung, der Ton in der Koalition sei schriller geworden, "weil Frau Merkel Absprachen nicht einhalten kann oder will". Als Beispiele nannte der SPD-Chef die gescheiterte Reform der Jobcenter und Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung, die erneut nicht auf der Tagesordnung des Kabinetts standen. "So geht das nicht, Frau Merkel", sagte Müntefering. Er wünschte sich, Merkels Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) wäre noch Bundeskanzler. "Wenn er von einer richtigen Sache überzeugt war, dann hat er dafür gekämpft - ohne Rücksicht auf den eigenen Machterhalt." Für Schröder habe gegolten: "Erst das Land. Das vermisst man bei Frau Merkel." Sie stimme im Zweifel auch gegen sich selbst. Das werde ihrer Kanzlerrolle nicht gerecht.
Pofalla entgegnete, die täglichen Angriffe der SPD zeigten, dass sie den Wahlkampf und nicht die Menschen im Blick hätten, die in der Krise um ihren Arbeitsplatz bangten. Auch sei Münteferings Wunsch nach Schröder ein Beleg, dass die SPD von ihrem eigenen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier "offenbar herzlich wenig" halte. Beim Thema Bekämpfung der Steuerhinterziehung seien die Einlassungen Münteferings zudem falsch. Es gebe bis jetzt keine derartige Vereinbarung in der Koalition. Das Problem sei vielmehr, dass Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) ein im Ansatz erstrebenswertes Ziel mit "unverhältnismäßigen Eingriffen bei unbescholtenen Bürgern" erreichen wolle. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagte zu Steinbrücks Plänen, hier werde eine "erpresserische Geiselnahme anständiger Kaufleute" vorbereitet.
CSU-Chef Horst Seehofer betonte trotz der neuen Angriffe der Koalitionäre aufeinander, nach seinem Eindruck werde die Koalition ihre "Verantwortung" wahrnehmen und die Arbeit bis zur Bundestagswahl Ende September erledigen. FDP-Chef Guido Westerwelle bekräftigte seine Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen im Juni. Nur die "Angst vor dem Wähler" halte die Koalition noch zusammen. Der "unterirdische" Umgang von Union und SPD miteinander führe allmählich zu einem Ansehensverlust für die gesamte Politik.
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(SZ vom 26.3.2009/vw)
Youtube-Hit aus USA
Statt einer verwertbaren Analyse der momentanen Situation, statt Optionen für eine erfolgversprechende Krisenbewältigung, statt Anstrengungen zur Erhaltung gesunder und zukunftsträchtiger Wirtschaftszweige eine inzwischen nur noch langweilende Soap unter dem Motto: Gut getroffen und gut zurückgegeben.
Wir werden von dieser Regierung und dem so ohnmächtig wankenden Staat nicht allzuviel Hilfe erwarten können.
Es sieht eher danach aus, als würden bereits die Überwachungsmethoden optimiert, um die Leute, die jetzt das Verzockte wieder herbeischuften sollen, am Zügel zu halten.
Schröder hat schon ganze Arbeit geleistet. Wozu braucht Ihr ihn den noch.
pirat7: Widerlich!
Dieser Marathon-Wahlkampf geht mir so auf den Nerv, dass ich wahrscheinlich das erstemal in meinem Leben (70J.) nicht wählen gehe.....
Von so einer Truppe möchte ich nicht regiert werden.
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und genau deswegen ist es wichtig, dass sie diese truppe bei den nächsten wahlen abwählen.
möchte sich bitte etwas zurückhalten. Im Großen und Ganzen sind heute nur noch Schaumschläger unterwegs um auf die Bürger draufzudreschen. Jeder von den Parteien meint das Ei des Kolumbus erfunden zu haben. Das es nicht klappt, hat nichts mit Eiern zu tun. Denn solange ein Gegenargument geliefert wird, welches NICHT ausgeräumt werden kann, sind die Vorschläge der heutigen Zeit sinnlos. Es sei denn, man strebe die totale Verarmung der arbeitenden Klasse an. Damit wird die SPD keine Probleme haben. Der erste Buchstabe wird ausgetauscht. Und Herr Schröder sollte nicht als Geisterfahrer verwendet werden. Bis heute hat auch er keine besonderen Leistungen für Deutschland aufweisen können. Aber für sich selber wohl. Herr Münterfering sollte mal die Erfolge aufzählen, von denen der Wähler profitiert hat. Was kümmert´s Geschätz von gestern, klingt so manchen noch in den Ohren.
Warum sollte er? Er sitzt gut bei Gazprom. Die SPD in Deutschland hat genug Federn vierloren. Nochmals Hartz und die SPD ist weg vom Fenster. Münte als Wahlkämpfer-so gewinnt die SPD bestimmt nicht.
Walter Wasilewski
Dieser Marathon-Wahlkampf geht mir so auf den Nerv, dass ich wahrscheinlich das erstemal in meinem Leben (70J.) nicht wählen gehe.
Immerhin sind die beiden Parteien noch in der Pflicht dieses Land für die kommende wirkliche Krise so wetterfest zu machen wie möglich.
Aber was machen sie? Sie keifen sich an und verunglimpfen sich gegenseitig.
Schnellschüsse wie Abwrackprämie etc. dienen zur Beruhigung der naiven Wähler.
Keiner dieser Abwracker denkt darüber nach, woher das Geld für diesen Wahnsinn kommt. Von den Steuerzahlern, also auch von den Menschen, die daran nicht teilnehmen wollen oder können. Die Menschen werden von der Regierung animiert ihre Sparkonten zu räumen und sich zu verschulden. Obwohl Merkel & Co. wissen, welche Katastrophen auf dem Arbeitsmarkt noch auf uns warten. Und das alles nur um sich als besonders menschenfreundliche Regierung zu posen. Von Nachhaltigkeit haben die in Berlin noch nichts gehört. Von so einer Truppe möchte ich nicht regiert werden.
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