Die große Koalition hat einige Reformprojekte beschlossen, andere aufgeschoben. Nur die CSU konnte beim Kräftemessen zwischen CDU und SPD gar nicht mithalten. Eine Bilanz
Zum ersten Mal nach einem halben Jahr hat sich der Koalitionsausschuss im Kanzleramt getroffen - die längste Pause seit Bestehen der großen Koalition. Es wurde diskutiert über Bahnprivatisierung, Mitarbeiterbeteiligung, Mindestlohn. Erbschaftssteuer und Pendlerpauschale. In manchen Bereichen konnten Einigungen erzielt werden, in anderen wird weiter eine Lösung gesucht.
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Bahnprivatisierung: Weg frei gemacht
Ein jahrelanges Tauziehen hat ein Ende gefunden. Die Deutsche Bahn wird noch in diesem Jahr teilweise privatisiert. Damit öffnet sich der letzte große deutsche Staatskonzern für privates Kapital. Die Spitzen von Union und SPD haben sich darauf geeinigt, dass 24,9 Prozent der Anteile an private Investoren gehen sollen. Das Schienennetz und die Bahnhöfe bleiben beim Bund. Zu je einem Drittel sollen die Erlöse dem Bundeshaushalt zufließen, für die Modernisierung der Infrastruktur genutzt werden sowie für die Aufstockung des Eigenkapitals.
Auf das nun akzeptierte Modell hatte sich die SPD nach langen Auseinandersetzungen erst vor einer Woche einigen können. Damit war der Konlikt in der Koalition entschärft worden, die Einigung kam nun nicht mehr überraschend.
Nach den Worten von SPD-Chef Kurt Beck ist für seine Partei mit diesem Konzept "der Endpunkt der Privatisierung" erreicht. Dies sieht der Koalitionspartner allerdings anders. Die Union macht deutlich, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Bahn-Privatisierung bis auf 49,9 Prozent anstrebt - in diesem Vorhaben wird sie von der Wirtschaft unterstützt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Treffen erklärt, sie sehe im geplanten Verkauf von Bahn-Anteilen nur einen ersten Schritt der Privatisierung. Der Union war klar, dass bei der SPD hier kein Spielraum mehr möglich war. Sonst wäre die Bahnreform gescheitert.
So geht es weiter: Das Bundeskabinett wird bereits am Mittwoch die Eckpunkte beschließen. Die Fraktionen sollen dann am 6. Mai entscheiden.
Verlierer: Eigentlich gibt es bei der Bahnreform keine Verlierer, aber die Skepsis bei Teilen des linken Flügels der SPD sowie den SPD-Landesverbänden Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist groß. Die CSU ist mit ihrer Forderung nach einer gesetzlich festgelegten Mitsprache der Länder am künftigen Kurs der Bahn gescheitert.
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die csu-oberen sollten langsam einsehen, dass andere parteien eine zeitgemässere politik machen und die christsozialen nicht mehr das gewicht von einst haben, und das in jeder beziehung.
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Zitat:
"Da ja alle Umfragen, egal ob die repräsentativen oder weniger repräsentativen, eindeutig zeigen, dass die Bayern wenn sie sich von der CSU abwenden zur FDP und zu den FREIEN WÄHLERN hinwenden, müssen sie wissen, dass das bayerische Lebensgefühl weder links-dogmatisch noch links-liberal ist, sondern gesellschaftlich-modern, konservativ mit grünen S t i c h e n."
Das letztere merkt man.
Man kann es wenden und drehen wie man möchte, die CSU scheint trotz desaströser Ergebnisse in Ihrer Politik (Transrapid, Schulpolitik, Rauchergesetze...) immer noch eine Mehrheit von Wählern zu mobilisieren.
Wer kann sich dem Duo Beckstein und Hu"Bär" von der Opposition entgegenstellen ?
Aus meiner Sicht sollte es der Wowereit in Bayern wieder richten. Der Mann ist ausgesprochen gebildet und kompetent. Hinzu kommt, dass in Bayern einfach noch Dämme einzureissen sind.
Ein schwuler Ministerpräsident in Bayern, das ist was ganz neues !
Der Wowereit ist ein "guter", und er könnte mit kreativer schwulen Power das Land Bayern und Deutschland nach vorne bringen. Die SPD muß den Wowereit in Bayern nur aufstellen und Mut zeigen.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Wowereit in der übernächsten Bundestags-Wahl der erste schwule Bundeskanzler Deutschlands wird, der das Land wirklich nach langer Zeit aus der Sch... zieht !
... Deutschland und Bayern - erneuere dich !!!!
Alles Klar ... Ich kann das Wort "R-E-F-O-R-M" nicht mehr hören!!!
Da wird wieder einmal Tafelsilber an die Wirtschaft verhökert ...
Die Gewinn(e) bringende(n) Bereiche werden erneut privatisiert ...
während die Kosten intensive Infrastruktur beim Bund verbleibt ...
Da haben sich die investierten Millionen der Lobby wieder durchgesetzt...
Wen wundert es in unserer Zeit denn wirklich noch ernsthaft ...
"Halb Deutschland ist dagegen" - und die regierenden "Volksparteien" (ein Thema für sich...) beschließen unbeeindruckt + ungeniert die Teil-Privatisierung der Bundesbahn.
Meinen Glückwunsch an die beteiligten Lobbyisten in den zahllosen Initiativen, Parteien und im Bahnvorstand bzw. im Bahnaufsichtsrat ...
"Halb Deutschland ist dagegen", weil wieder einmal gewinn-bringende Teile aus dem Staatsvermögen an die Privatwirtschaft "verhökert" werden (vgl. Energiersektor...)
und sich die Staats-BÜRGER, d.h. (mittelständische) Firmen wie Privatpersonen, über bald weiter steigende Bahnpreise freuen dürfen ... Gleichzeitig allerdings, bleiben die "Kosten intensiven" Bereiche der Bahn auch weiterhin in Staatsbesitz ...
Was nämlich zur Folge hat, dass der Staats-BÜRGER mit seinen ohnehin respektabel hohen allgemeinen Steuerzahlungen - demnächst auch weiterhin für den Bau und die Instandhaltung der sog. "Infrastruktur" der Bahn zahlt! - Danke an CDU/CSU/SPD/usw.
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