Mit harschen Worten hat SPD-Chef Franz Müntefering eine Koalition mit dem entstehenden Linksbündnis kategorisch ausgeschlossen. Unverhohlene Kritik an dem ehemaligen Sozialdemokraten Oskar Lafontaine übte auch Joschka Fischer.
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und der stellvertretende Fraktionschef Michael Müller haben die Vorstellung zurückgewiesen, dass es nach der Bundestagswahl zu einer Koalition zwischen den Sozialdemokraten und dem sich formierenden Linksbündnis aus PDS und WASG kommen könnte.
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Müntefering bejahte am Sonntagabend im ZDF die Frage, ob man eine Koalition oder Kooperation definitiv ausschließen könne. Mit Hasardeuren und Populisten solle man nicht zusammengehen, sagte er. Wenn der Wähler die Chance eröffne, werde die SPD zusammen mit den Grünen weiter regieren.
Müller sagte laut Bild-Zeitung: "Die Lafontaine-Gysi-Partei will zurück in die Politik der 70er Jahre, die SPD dagegen muss nach Konzepten für die Zukunft suchen. Deshalb sehe ich derzeit keine Möglichkeit für eine politische Zusammenarbeit oder gar Koalition."
Außenminister Joschka Fischer spielte beim kleinen Parteitag der hessischen Grünen auf Lafontaines Rücktritt aus der Bundesregierung an: "Er hatte alle Fäden in den Händen. Und anstatt zu ziehen und durchzuhalten, hat er sie weggeworfen."
Lafontaine hatte vor sechs Jahren im Streit über rot- grüne Reformen auch sein Amt als Finanzminister niedergelegt.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP)
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