Das iPhone

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(© Foto: AFP)

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Es ist ja nicht so, dass ich süchtig wäre. Aber wenn die Firma Apple ein neues Produkt auf den Markt bringt, bringe ich ein hohes Maß Energie auf, um es testen oder gar kaufen zu können. Da geht es schon los, mit der Verschwendung.

So bin ich an mein iPhone gekommen. Und auch wenn dieses runde, handschmeichelnde, intuitiv zu bedienende Gerät eigentlich so geschaffen ist, dass jedes negative Attribut an ihm abperlt, so muss ich doch zugeben: Es ist ein Klimakiller.

Bei regelmäßiger Benutzung ist der Akku abends leer. Mit regelmäßiger Benutzung meine ich nicht unbedingt twittern, Mails abrufen, Fotos schießen, Autorennen fahren, Dart spielen oder Facebook-Meldungen posten. All das kann mein Telefon, und ich bin der festen Überzeugung, dass es mir irgendwann auch einen perfekten Espresso brühen wird, wenn sich nur jemand bequemt, ein passendes Programm zu schreiben.

Telefonieren reicht schon, um abends nur noch einen lausigen roten Strich zu sehen - dort, wo morgens noch eine prallgefüllte Batterie zu sehen war. Spätestens, wenn der Touchscreen unter all den schmierigen Fingerabdrücken meldet, dass die Batteriekapazität nun aber doch arg zur Neige geht, hänge ich das Telefon an eine Steckdose oder an den USB-Eingang meines - Überraschung! - Apple Macbooks.

Ich tue das grundsätzlich kurz vor dem Schlafengehen, weil ich dann sicher gehen kann, dass ich heute ganz sicher keine der 1000 Funktionen mehr brauchen werde. Ich habe dabei ein schlechtes Gewissen und fluche ein bisschen, denn während der Akku gierig an der Steckdose saugt, kann ich das Telefon noch nicht einmal ausschalten. Das Telefon MUSS eingeschaltet sein, sonst lädt es nicht.

Dahinter steckt natürlich ein hinterer Sinn, sonst hätte Apple das nicht so eingerichtet. Das denke ich mir, gehe schlafen und träume von der nächsten Produktgeneration. Die ganz bestimmt stromsparender ausfallen wird.

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