Chaos, kilometerlange Schlangen und keine Toiletten - in Kopenhagen würde es zugehen wie in einem Entwicklungsland, klagen Gipfelteilnehmer.
Eigentlich wollte die dänische Regierung Besuchern einen warmen Empfang bieten. "Welcome to the world", grüßt ein Banner am Bela Center von Kopenhagen. Doch der erste Eindruck ist für die meisten Besucher frostig.
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Teilnehmer des Klimagipfels vor dem Kongresszentrum: Bis zu acht Stunden müssen sie in der Kälte warten. (© Foto: ddp)
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Denn die Schlange der Frierenden vor dem Konferenzzentrum wächst seit Montag mit jeder Stunde. Politiker, Delegierte, Wissenschaftler und Umweltexperten - vor der dänischen Polizei sind alle gleich. Neue Besucher lassen Sicherheitskräfte derzeit gar nicht oder nur im Schneckentempo durch. Für Delegierte aus Monaco, Parlamentarier aus Kamerun, Forscher aus Japan oder Journalisten aus den USA wird der Gipfel im Bela Center zur zähen Geduldsprobe.
Marc Vivien, Mitglied des Parlaments in Kamerun, würde viel für einen Kaffee geben, oder wenigstens für eine Nachricht, wie es weitergeht. Doch es gibt weder das eine noch das andere.
Die Organisation wird zum Image-Problem
Die Organisatoren, die dänische Regierung und die Vereinten Nationen, sind komplett überfordert. Einen halben Kilometer zieht sich der Diplomatenstau bis zur U-Bahnhaltestelle. Toiletten oder Sitzgelegenheiten: Fehlanzeige. Weil irgendwann auch die Haltestelle überfüllt ist, fahren die Züge einfach durch. Die ersten Tränen fließen. Die Stimmung kippt endgültig, als ein UN-Mitarbeiter vor der Tür per Megaphon die wartende Masse zum Gehen auffordert. "Lasst uns rein", brüllen Gesandte in Anzügen zurück. Doch die Polizei bleibt hart.
Die dänische Regierung hatte sich das eigentlich ganz anders gedacht. Sie holte den Weltgipfel an die Ostsee, um für positive Schlagzeilen zu sorgen. Der Plan: Etwas Ruhm würde für das kleine Land abfallen, wenn der große Gipfel einen Beschluss fasst, der wie Kyoto auf der ganzen Welt für Umweltschutz steht. Doch nun geht alles schief. Ein erfolgreicher Abschluss ist in Gefahr und die Organisation selbst wird zum Imageproblem.
Längst ist das Chaos mehr als ein Problem am Rande. Es bringt den Gipfel gehörig durcheinander. Der Bundesverband der Deutschen Industrie überlegt bereits, ob er ein Treffen deutscher Konzernchefs mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) abblasen soll. Keiner wisse schließlich, wie viele Interessierte es überhaupt hineinschaffen, heißt es.
Dabei wissen die Organisatoren seit Monaten, was sie erwartet: ein Besucheransturm. 45.000 Menschen hatten sich für den Gipfel angemeldet. "Von einem Entwicklungsland hätte ich das erwartet - von Dänemark nicht", sagt Alice-Mary Higgins, Mitarbeitern der irischen Entwicklungshilfeorganisation Trocaire am Ende der Schlange.
Warum man ihnen Einlass verspreche, sie anreisen und Stände aufbauen lasse und ihnen dann keinen Zugang verschaffe, fragt sich nicht nur Higgins. "Wie soll man den UN ein verlässliches Klimaabkommen zutrauen, wenn sie noch nicht mal die Konferenz dazu organisieren können."
Im Video: Angesichts der bislang geringen Fortschritte auf dem Klimagipfel hat Bundeskanzlerin Merkel die Länder dazu aufgerufen, jetzt konstruktive Beiträge zu leisten.
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(sueddeutsche.de/rasa/aho)
Youtube-Hit aus USA
Wenn Tausende zu Klimakonferenzen fahren kostet dies nur Geld und CO2 für die Flüge.
Besser wäre es konzentrierte Teams einzusetzen, die Erfolg versprechen.
Vergnügungsreisende sollten wir uns sparen. Klimaschutz ist nicht umsonst er kosten den Bürge künfitig viel Geld, was in Ordnung ist, aber man braucht nicht unsinnig Geld ausgeben.
vergisst die SZ leider, dass eben jene Merkel die Weltwirtschaftskrise als Argument nahm, die heimische Automobilindustrie vor den (seit Jahren bekannten) EU-Abgaszielen zu schützen.
"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!"
Ein bisschen kalte Füße und schon sackt die Stimmung in den Keller. Ein wenig mehr Engagement beim "Weltretten" sollte man sich da schon erwarten dürfen. "Weltretten" ist schliesslich kein Ponyhof.
Da wird jetzt wohl der eine oder andere in der Schlange sich seine herbei gebetete "Klimakatastrophe" in ein etwas fortgeschritteneres Stadium wünschen.
45.000 Pappnasen beim Klimagipfel. Ich hoffe, die sind alle zu Fuß oder mit dem Radl gekommen. Da kann ja auch nix Gescheites bei rauskommen. 2 Vertreter jeden Landes der Erde hätten genügt. Dann bräuchte man auch diesen gewaltigen geldverschlingenden Aufwand nicht. Aber die Teilnehmer brauchen das ja nicht selbst zu bezahlen, also lasst es kosten, wer´s bezahlt, denn Geld spielt ja keine Rolex...
Übertriebener Aufwand für eine Lügengeschichte vom "menschengemachten" Klimawandel, der letztendlich nur der Abzocke der jeweiligen Bürger dient. Oder unterstützt ein gewisser Lumumba (Nomen est Omen) sein Volk im Sudan?
Dieser ganze erlogene Schwachsinn um die Klimahype wird unverdrossen fortgesetzt, ganz so als hätte es die Manipulationen und Fälschungen der selbsternannten Klimaforscher nicht gegeben. Es ist offensichtlich schwierig Deutsche von Ersatzreligionen abzubringen. Schon der heilige Bonifatius hat im Jahr 732 auch erst die Donaeiche bei Geismar fällen müssen, um die Germanen von die vom althergebrachten Götzendienst zu missionieren. Warum soll es heute anders sein. Nach dem Scheitern der faschistischen und kommunistischen Ideolgien des 20. Jahrhunderts ist die neue Klimarelion in einer weitgehend agressiv atheistischen Gesellschaft an deren Stelle getreten. Es wird ein Mutiger kommen, der auch diesen Götzen wieder absetzt. Fragt sich nur was uns das bis dahin gekostet hat.
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