Am Ende nur vage Vereinbarungen: Der Klimagipfel von Kopenhagen ist gescheitert. Vor allem das Ausmaß der Pleite überrascht.
Viele versuchen jetzt, das Ergebnis zu beschönigen - doch die Fakten beweisen: Der Klimagipfel von Kopenhagen ist gescheitert. Die Staaten der Welt konnten sich nicht darauf einigen, den Empfehlungen der UN-Wissenschaftler zu folgen und sich verbindlich zu verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen soweit zu begrenzen, dass sich die Atmosphäre bis zur Mitte des Jahrhunderts um weniger als zwei Grad aufheizt.
Demonstranten in Kopenhagen: Die Staaten konnten sich nicht auf Klimaschutzregeln verständigen - aus vielen Gründen. (© Foto: dpa)
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Obwohl sich in den vergangenen Wochen immer mehr abgezeichnet hatte, dass es in Kopenhagen nicht zu einem ausformulierten Vertrag kommen würde, überrascht nun doch das Ausmaß des Desasters. Das einzig positive Resultat im Sinne der Klimaschützer ist, dass sich alle wieder treffen wollen, zunächst im Juli kommenden Jahres, dann Ende 2010 in Mexiko. Alles andere war ein Debakel.
Dass die Rettung des Klimas in Kopenhagen gescheitert ist, hat viele Gründe: Die Vorbereitung der Konferenz war schlecht. Die Regierungschefs hatten praktisch keinen von den Diplomaten ausgehandelten Entwurf für ein Abkommen auf dem Tisch. Die größten Klimasünder - China, Indien, die USA und Europa - besserten ihre Verpflichtungen nicht nach. Das hatten wiederum die Entwicklungsländer zur Voraussetzung für eigenes Engagement gemacht.
Unambitioniert und teilweise unprofessionell erschienen die dänischen Unterhändler. Vor allem die Länder aus Asien und Afrika und die Gruppe der Inselstaaten fühlten sich immer wieder nicht ausreichend ernst genommen.
Am Ende der Verhandlungen setzten sie zumindest ein Zeichen: Sie erklärten die Arbeit der mächtigen Regierungschefs der Welt - buchstäblich - zu einer Fußnote der Konferenz.
Das muss man sich erst mal vorstellen: US-Präsident Barack Obama nimmt sich zwölf Stunden Zeit, um an den Kopenhagener Klimaverhandlungen teilzunehmen. Die Regierungschefs der großen europäischen Staaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland sitzen fast 24 Stunden persönlich am Verhandlungstisch. Und dann kommt der Delegierte aus dem kleinen Land Tuvalu und erklärt unverblümt, er wolle nicht die mächtigen Länder über sein Schicksal entscheiden lassen.
Das Plenum schließt sich diesem Statement an. Es erklärt die von den Mächtigen der Welt verfasste vage Abschlusserklärung zur Fußnote der Kopenhagener Vereinbarung. Basta.
Es bedurfte des Votums eines kleinen Landes, um die Welt der Kopenhagener Verhandlungen vom Kopf auf die Füße zu stellen. Tuvalu ist direkt vom Klimawandel betroffen. Die Insel, die den eigenen Untergang fürchten muss, kann es sich gar nicht leisten, diplomatischen Wortblasen zuzustimmen. Viele andere kleine Staaten teilen dieses Schicksal.
Dieser Dramatik war sich der US-Präsident offensichtlich nicht bewusst, als er in Washington in den Flieger nach Europa stieg - auch auf Bitten der Europäer. Er ist nach Kopenhagen gekommen, hat eine seiner schönen Reden gehalten - aber nichts für die armen und bereits von Flutwellen oder Dürren heimgesuchten Länder mitgebracht. Dass diese ihn nun zur Fußnote erklärt haben, ist nur logisch.
Der amerikanische Präsident hat einen großen Fehler gemacht. Er hätte sich seine Reise sparen sollen, bis er wirklich helfen kann. Setzt er zuhause im Kongress sein Klimagesetz durch, könnte es schon im Sommer, beim nächsten Treffen, so weit sein.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/plin/hgn/grc)
Müll an der Isar
da deutschland das größte exportland europas ( vieleicht der welt) ist,
sollten wir mit dem wort ,,strafsteuer,, sehr sehr vorsichtig sein !!!
wir können uns keinen alleingang leisten !
Europa beschließt ein ergeiziges Kilmaabkommen unabhängig von anderen Ländern (wer will darf gerne mitmachen).
Produkte von Ländern die sich am Abkommen nicht beteidigen werden mit Straf-Zöllen belegt.
So könnte Europa zu einem Vorbild in Sachen Kilma werden und seine Spitzentechnologie weiter ausbauen.
Im übrigen bin ich der Meinung das nach solchen gescheiterten Gipfeln die Länder deutlich an den Pranger gestellt werden sollen die ihn torpediert haben.
Das Ausmaß des Scheiterns überrascht überhaupt nicht. Es war doch von Anfang an klar, was kommen würde: kein Staatschef der Welt ist bereit, seiner Wirtschaft zu schaden um die Umwelt zu retten.
Obama und Merkel wollen in drei Jahren wiedergewählt werden, ob es in 50 Jahren ein oder zwei Grad wärmer ist, ist für sie daher von nachgeordneter Bedeutung.
Der chinesische Staatschef muss zwar nicht wiedergewählt werden, aber die Umwelt ist ihm natürlich trotzdem egal, Wachstum geht vor.
Ob Tuvalu untergeht oder nicht, ist für die Staatschefs erst dann von Bedeutung, wenn es in ihren Ländern zum politischen Thema wird. Da die wenigsten Menschen wissen dürften, wo genau dieses Land liegt, hat auch dieses Problem noch Zeit.
Aber die Feststellung, der Gipfel habe nichts gebracht, stimmt trotzdem nicht: Er hat noch mehr Dreck gemacht, indem man dutzende Politiker ein paar Mal um den Globus fliegen ließ. Sich solche traurigen Veranstaltungen in Zukunft zu sparen, zu Hause zu bleiben und wenigstens zuzugeben, dass die Umwelt keine politische Rolle spielt, wäre also das Mindeste, was ich von den Politiker erwarte.
Man muss doch sagen, es fehlt das Konzept, es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, einfache Verbesserungen, wie Isolierung von Häusern in den USA und die Verhinderung dass Kohle in China einfach verbrennt hat man nicht diskutiert. Und es gibt tausend andere Dinge.
Sind wir ehrlich: Das Ozonloch ist grösser wie je zu vor, Den sauren Regen gibt es immer noch und auch im Jahre 2000 mit der Zeitumstellung ist nichts passiert. Nur diejenigen, die auf die Propaganda reingefallen sind, haben sich neue Computer und andere Dinge gekauft.
Da wollen irgendwelche Länder wie Tuvalu (Wo mag das überhaupt liegen? Gleich mal das Rechercheinstrument Wikipedia nutzen!) doch tatsächlich gleichbereichtigt und nicht als Länder/Menschen 12. Klasse behandelt werden! Bei allem Respekt für die Bemühungen der Autorin, wenigstens in Ansätzen ein klitzekleines bischen Kritik zu üben - was sollen uns Artikel/Kommentare wie diese sagen?
Paging