Angela Merkel findet, dass die Menschen in ganz Deutschland die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalitionen verdient haben. Wenn das alles ist, meint es die Kanzlerin nicht wirklich gut mit ihnen.
Die Kanzlerin traut sich was: Angela Merkel findet, dass nicht nur die Menschen in Nordrhein-Westfalen, sondern in ganz Deutschland die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalitionen in Düsseldorf und Berlin verdient haben. So hat sie es auf dem kleinen Parteitag der CDU gesagt.
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Merkel beweist Mut, nach den ersten fünf Monaten ihrer neuen Regierung ein solches Statement abzugeben. Wenn das alles ist, was die Deutschen verdient haben, meint es die Kanzlerin nicht wirklich gut mit ihnen.
Diese Laxheit passt zu Merkels Auftritt insgesamt. In einer knappen halben Stunde hat sie vor der versammelten CDU-Prominenz ihre sattsam bekannten Punkte runtergenudelt.
Sie hat von der Steuerpolitik über die Gesundheitsreform bis zum Atomausstieg wieder und wieder den Rahmen abgesteckt, aber nichts dafür getan, dass man mal etwas vom Bild erahnen könnte.
Bei den Gemeindefinanzen hat sie gegen Denkverbote plädiert, auf einen eigenen Gedanken jedoch verzichtet. Und weil es so schön ist, gibt es jetzt noch eine Kommission in der Partei, die sich mit Chancengerechtigkeit beschäftigen soll.
Die Aussprache zur Rede fiel aus. Niemand wollte was sagen. Nur Jürgen Rüttgers berichtete notgedrungen noch ein bisschen aus dem Wahlkampf in NRW und von seinen Verdiensten beim Autobahnbau. Hermann Gröhe, der zu wählende Generalsekretär, las eine Rede ab, in der so viele Plattitüden enthalten waren, dass es für einen Großhandel gereicht hätte.
Wenn dieser kleine Parteitag, diese organisierte Inspirationslosigkeit mehr gewesen sein sollte als eine Momentaufnahme, dann muss man zu dem Ergebnis kommen, dass es der CDU schlecht geht. Verdammt schlecht.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 23.03.2010/ehr)
Oder anders gesagt: Es ist viel schlimmer, als nur Inspirationslosigkeit, es ist das Verweigern politischen Handelns und das gehört angeprangert, täglich immer weider neu.
Schwarz-Gelb könnte jederzeit tun, was schwarz-rot versäumte und auch rot-grün versäumte: Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen, besseres und sinn-ergebendes TV-Programm für alle, Innovation, neue Produkte, neue Dienstleistungen - das alles in Kobination wäre leicht und schnell möglich. Wie das geht? Das wissen nur die Bürger nicht, denn es wird von der Politik verheimlicht:
Dafür gibt es schon jahrelang ein Konzept, das von der Politik nicht umgesetzt wird, aus den verschiedensten aber durchweg unakzeptablen Gründen. Über das der Politik seit 2001 bekannte Konzept einschließlich der Hintergründe und vieles mehr gibt es inzwischen ein Interview, in dem das alles schrittweise erläutert wird, und zwar mit dem Titel:
Innovationsoffensive - und der Staat schläft weiter
bei YouTube. Man findet es dort, wenn man den Titel in die Suche eingibt, und eine Playlist gibt es dort auch, mit der man alle 7 Teile nacheinander ansehen kann.
Man versteht es nur ganz, wenn man auch alle 7 Teile anschaut.
Dann aber wird schnell klar, wie sehr die Bürger unnötig mit HartzIV gequält werden, wie Wirtschaftswachstum regelrecht mutwillig unterdrückt wird, indem man nicht umsetzt, was binnen ganz kurzer Zeit alles verändern könnte.
Der Realitätsverlust der bei uns herrschenden manifestiert sich immer mehr. Die brauchen eigentlich kein Volk mehr, die sind sich selbst genug und spielen nur noch untereinander mit sich selber.
Das reicht denen und sie sind glücklich und zufrieden mit sich selbst. Das nenne ich "altrömische Dekadenz"!