Die EU will Beobachter auch nach Südossetien und Abchasien entsenden - obwohl Moskau das stirkt ablehnt.
Im Kaukausus-Konflikt bleibt die Europäische Union gegenüber Russland hart. EU-Chefdiplomat Javier Solana stellte am Mittwoch in Brüssel klar, die europäische Beobachtermission solle auch in die abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien entsandt werden.
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Ein russischer Soldat in in der sogenannten Sicherheitszone bei Karaleti. Dort soll ein georgischer Polizist erschossen worden sein. (© Foto: dpa)
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Die Mission solle "in dem Geist entsandt werden, überall stationiert zu werden" , sagte Solana. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor eine Stationierung der europäischen Beobachter außerhalb des georgischen Kerngebiets ausgeschlossen.
Mindestens 200 europäische Beobachter
Der russische Staatschef Dmitrij Medwedjew hatte am Montag auf Druck der EU den Einsatz von mindestens 200 europäischen Beobachtern gebilligt. Sie sollen ab dem 1. Oktober den Abzug der russischen Truppen aus den Gebieten um Südossetien und Abchasien überwachen. Den offiziellen Startschuss für die Beobachtermission wollen die europäischen Außenminister am kommenden Montag in Brüssel geben.
Unterdessen ereignete sich ein militärischer Zwischenfall in Georgien. Trotz des Waffenstillstandsabkommens im Südkaukasuskonflikt erschoss das russische Militär in Georgien nach Regierungsangaben in Tiflis einen Polizisten. Die Schüsse seien in der von Russen besetzten "Pufferzone" vor Südossetien auf einen georgischen Polizeiposten abgefeuert worden, teilten die Behörden in Tiflis mit.
Die Schüsse seien nicht erwidert worden. Der Polizist sei an den Schusswunden im Krankenhaus gestorben. Der von Moskau nicht bestätigte Zwischenfall ereignete sich in dem Dorf Karaleti in der Nähe der georgischen Stadt Gori.
Die Hintergründe des Zwischenfalls waren zunächst nicht bekannt. Karaleti liegt in der sogenannten Sicherheitszone, die von russischen Soldaten besetzt ist. Der georgische Polizeiposten liegt am Rand des Ortes. Medwedjew hatte bei einem Treffen mit der EU-Spitze am Montag in einem konkretisierten Friedensplan zugesichert, dass die russischen Soldaten aus der Zone innerhalb eines Monats abgezogen würden. Die Russen sollen durch EU-Beobachter ersetzt werden.
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(dpa/AFP/segi/woja)
Staatsbesuch in Israel
Solana wird nicht der Einzige sein, der glaubt, Russland mit Imponiergehabe beeindrucken zu können. Wenn die europäischen Vertreter weiter von einer Stärke fantasieren, die ihnen niemand mehr abnimmt, ist die Lächerlichkeit nicht weit und die Gefahr, ihr mit einem Waffengang entgehen zu wollen, wird zu einer ernsten Bedrohung für Menschen, denen heute niemand mehr weis machen kann, dass sie Feinde sein sollen.
Stellt euch mal vor, wir wären für die Russen ein Energielieferant....
Wir hätten den Russen schon längst mit einem Lieferboykott gedroht.
Das ist nicht das Europa auf das wir alle gehofft haben. Wir wollen keine Vasallen der USA sein.
Ich frage mich, wie es die USA immer wieder schafft uns Europäer vor deren Karren zu spannen und auch die Medien (Süddeutsche eingeschlossen) so in der Sichtweise und Darstellung zu vernebeln.
Toni64
Unsere Medien haben sich so oder so bereits bis auf die Knochen blamiert:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/392/das-interview
Wir kennen ja inzwischen die Wahrheitsliebe der georgischen Quellen ein bischen. Eine seriöse Medienanalyse darüber, welche Seite wieviele Falschmeldungen verbreitet hat, wäre vermutlich aufschlussreich.
Nach Medienberichten haben den Polizisten nicht russische Soldaten, sondern Ossetier erschossen.
"Seven armed Ossetians fired on the Georgian police post which is located 200 meters away from the block of Russian military forces, Georgian Ministry of Internal Affairs informed."
http://news.trendaz.com/index.shtml?show=news&newsid=1291036&lang=EN
Aber "das russische Militär" klingt einfach bedrohlicher und passt besser in den Kram, nicht war, liebe SZ?
Paging