Russland hat Zeugenberichte über den Krieg gesammelt, Georgien ebenfalls. Die Protokolle legen nahe, dass beide Länder Verbrechen begangen haben.

Im Krieg zwischen Russland und Georgien haben Zivilisten auf beiden Seiten gelitten. Die georgisch-stämmige Bevölkerung musste südossetische Milizionäre erdulden, die - nachdem die russische Armee die Kontrolle übernommen hatte - Häuser von Georgiern zerstörten. Südosseten hingegen berichteten von Gräueltaten georgischer Soldaten. Vor dem Europarat in Straßburg demonstrierten sie im September gegen den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili, den sie für einen Kriegsverbrecher halten.

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Russische Soldaten im Kampfeinsatz in der Nähe der Hauptstadt Südossetiens, Tschinwali, im vergangenen August. (© Foto: AFP)

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Lesen Sie hier die russische Version: Das georgische Militär wollte demnach das ossetische Volk in seiner Provinz Südossetien auslöschen - und zwang Moskau damit zum Eingreifen. Zeugenaussagen sollen dies belegen.

Die georgische Version finden Sie hier: Wie Russland hat auch Georgien Zeugenaussagen gesammelt. Sie zeigen: Moskau soll versucht haben, in Abchasien und Südossetien eine einheitlich russlandtreue Bevölkerung zu schaffen.

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(SZ vom 11.10.2008/hai)