Auf ihrer Frühjahrskonferenz fordern die katholischen Bischöfe in Deutschland eine Reform der weltweiten Wirtschafts- und Finanzordnung.
Angesichts der weltweiten Finanzkrise fordern die katholischen Bischöfe in Deutschland eine Reform der weltweiten Wirtschafts- und Finanzordnung. Dazu böten "die Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft eine Orientierung", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch.
(© Foto: ddp)
Anzeige
Die Frühjahrsversammlung der Bischöfe hatte sich einen halben Tag lang mit der Wirtschaftskrise beschäftigt. Zollitsch verteidigte den Einstieg des Staates bei mehreren Banken; auch seien die Konjunkturprogramme der Regierung in dieser Situation richtig.
Geld für Bildung
Falsch sei es jedoch, Unternehmen zu stützen, die nicht zu retten seien. Das Geld solle in Bildung, Infrastruktur und Energieeinsparung investiert werden.
Ein "neuer Protektionismus" könne so wenig die Antwort auf die Krise sein wie "ein Nachlassen im Kampf gegen Armut und Hunger sowie die Folgen des Klimawandels".
Die Krise werde auch Auswirkungen auf die Finanzen der Kirche haben, prophezeite Zollitsch: Die Kirchensteuereinnahmen würden in diesem Jahr "zwischen fünf und zehn Prozent" zurückgehen.
Der Sozialexperte der Bischofskonferenz, der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, sagte, die Krise sei durch "Systemfehler" mitverursacht worden.
Die Deregulierung der Finanzmärkte sei gewollt gewesen, die einseitige Konzentration auf Spekulationsgewinne, die Interessen der Aktionäre und den kurzfristigen Erfolg von Unternehmen hätten das Risiko des Zusammenbruchs erhöht.
"Wegen dieser Krise werden Menschen verhungern, das muss uns als Kirche aufregen", sagte Marx. Auch er nannte die soziale Marktwirtschaft als Vorbild für eine Neuordnung der Weltwirtschaft. Er hoffe, dass die G-20-Konferenz der Industriestaaten und Schwellenländer nun Instrumente in dieser Richtung entwickle.
Auch am Mittwoch berieten die Bischöfe, wie sie auf die Kirchenkrise reagieren sollen, die Papst Benedikt XVI. mit der Rücknahme der Exkommunikation von vier Bischöfen der traditionalistischen Priesterbruderschaft Pius X. ausgelöst hatte.
Offenbar wollen sie einen Brief an die Gläubigen veröffentlichen, sind sich aber uneins, wie deutlich sie Fehleinschätzungen und Pannen im Vatikan ansprechen sollen.
Während mehrere Bischöfe forderten, ein solcher Brief müsse auch Fehler benennen, sagte der Augsburger Bischof Walter Mixa am Rande der Beratungen, "der Papst als Brückenbauer" könne von den Bischöfen nicht kritisiert werden.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Kirche, Papst und Pius-Gate Mit Freimut aus der Krise 05.03.2009
- Bischof sorgt für Ärger Mixa holt Sektierer in die Kirche 04.03.2009
- Holocaustleugner Williamson Sündenfall ohne Folgen 04.03.2009
- Deutsche Bischofskonferenz "Schwerer Stein zwischen Juden und Christen" 27.02.2009
- Küng über "Stellvertreter"-Papst Pius XII. "Hitler war für ihn das kleinere Übel" 02.03.2009
(SZ von 5. März 2009/odg)
Griechenland in der Schuldenkrise
Lohnzettel auf Facebook
Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Die Reihenfolge! Ist sie, welche den Untergang (deutlich sichtbar) unmöglich gemacht haben würde?
Vermutlich oder gar gewiss. Denn Menschen, die mit der Welt der "Materie" spielerisch/gelöst umgehen, zerstören sie nicht. Das bringen nur Menschen hin, die in Hohes willentlich eingebunden.
Dem KAPITALISMUS fehlt es am spielerischen, am gelösten Element. Sein Wesen ist die Gier, ihr Ernst, die Angst vor Versagen, vor Armut (wodurch sie gerade erst zum Entstehen uund Vorschein kommt). Der KAPITALISMUS schafft unerträgliche Armut und eine Welt voller Gifte - innere wie äussere, weil materielle.
Der KAPITALISMUS oder auch MATERIALISMUS ist der Denk- und
Systemfehler schlechthin: er fußt auf der Abwegigkeit, dass Materie selbst - für sich genommen - Erfüllung ist. Materie ist jedoch Begrenztes - ohne Zweifel. Wer aber im Begrenzten seine Wege und Ziele sieht, der ist begrenzt und steckt damit in einem Dauerstress. Begrenztes darf nur als Begrenztes wahrgenommen und genommen werden. Wird so getan als wäre es unbegrenzt, führt das zu einer dauerhaften Psychopathie.
richard kendel, fm-tv.net
Und der nächste Satz: unter ihr wäre es zu diesem westlichen Materialismus mit der Folge von Weltkriegen und Kriegen gegen die gesamte Schöpfung n i e m a l s gekommen!
Aus dem einfachen Grund: in ihrem System hätte der W a h n der Industriellen nicht diesen Freiraum für eine derartige Machtausweitung erhalten, wahrscheinlich wären solche Geister auch nicht in den Schulen etc. herangezüchtet worden.
Dann wäre eben alles im Zeitalter der Romantik geblieben. Keine schlechte Vorstellung gemessen an dem, was wir heute an Trümmern und Giften vor und um uns und in uns liegen haben. Und das ist noch nicht alles: es kommt noch viel schlimmer! Dank des Systems Materialismus.
Mit der Kirche votiert! Ein ganz klares Machtwort der Kirche! Höchst notwendig in allerletzter Sekunde!
Das ist echte Kirche: sie mischt sich ein! Ihr Wort im D r i t t e n R e i c h hätte den B r a u n e n das Fürchten gelehrt. Denn damals gab es in Deutschland noch sehr viel mehr echte Kirchengänger als heute. Sehr viel mehr.
Ein Wort der Kirche damals und die N a z i b a n d e wäre vom Sockeln gestürzt! Soldaten hätten den Dienst verweigert, Richter und Staatsanwälte nicht anders (dazu auch unter fm-tv.net), Medienleute hätten sich umbesonnen, Widerstandskreise hätte es dann zuhauf gehabt!
ca-canaris
Und der nächste Satz: unter ihr wäre es zu diesem westlichen Materialismus mit der Folge von Weltkriegen und Kriegen gegen die gesamte Schöpfung n i e m a l s gekommen!
Aus dem einfachen Grund: in ihrem System hätte der Wahn der Industriellen nicht diesen Freiraum für eine derartige Machtausweitung erhalten, wahrscheinlich wären solche Geister auch nicht in den Schulen etc. herangezüchtet worden.
Dann wäre eben alles im Zeitalter der Romantik geblieben. Keine schlechte Vorstellung gemessen an dem, was wir heute an Trümmern und Giften vor und um uns und in uns liegen haben. Und das ist noch nicht alles: es kommt noch viel schlimmer! Dank des Systems Materialismus.
Mit der Kirche votiert! Ein ganz klares Machtwort der Kirche! Höchst notwendig in allerletzter Sekunde!
Das ist echte Kirche: sie mischt sich ein! Ihr Wort im Dritten Reich hätte den Braunen das Fürchten gelehrt. Denn damals gab es in Deutschland noch sehr viel mehr echte Kirchengänger als heute. Sehr viel mehr.
Ein Wort der Kirche damals und die Nazibande wäre vom Sockeln gestürzt! Soldaten hätten den Dienst verweigert, Richter und Staatsanwälte nicht anders (dazu auch unter fm-tv.net), Medienleute hätten sich umbesonnen, Widerstandskräfte hätte es dann zuhauf gehabt!
ca-canaris
auch wenn ich überzeugte Protestantin bin!!!
Und auch wenn ich für die Trennung von Staat und Kirche bin, so kann ich sein Ansinnen nur unterstützen, dass nämlich der Staat nicht Unternehmen Geld zukommen lassen soll, wenn es dort zu Fehlspekulationen kam, und es den Unternehmern nur noch um mehr Geld und Macht ging. Das Geld sollte wirklich den sozial Schwachen zukommen und Familien, die ihren Kindern kaum noch eine warme Mahlzeit vorsetzen können, und es wäre auch in meinen Augen enorm ungerecht, würde dieser Staat, wobei es natürlich auch um Arbeitsplätze gehen muss, Unternehmen, die selbst für den jetzigen desaströsen Zustand ihrer Firma verantwortlich sind (s. insbesondere Schaeffler), mit Steuergeldern auffangen und stützen.
Nach den vergangenen Wochen, die mich doch noch mehr und verstärkt an der katholischen Kirche haben zweifeln lassen, beruhigt es mich doch, dass es auch Würdenträger wie Herrn Zollitsch und Herrn Marx, aber auch Herrn Lehmann gibt, die doch noch klar denken können, und echten Einblick in weltliche Geschehnisse haben, und die nicht total verfangen sind in mittelalterlichen Einstellungen, wobei natürlich auch sie weiterhin für das Zölibat sein werden und gegen Abtreibung und Verhütung, aber das steht auf einem anderen Blatt - wichtig ist die Erkenntnis, dass es doch noch Bischöfe und/oder Kardinäle gibt, die nicht ganz fern von weltlichen Dingen leben und an einiges doch auch sehr realistisch rangehen!