Die ägyptischen Behörden haben den Verkauf der aktuellen Ausgaben der Magazine untersagt, da sie einige der umstrittenen Mohammed-Zeichnungen zeigen.
In Ägypten haben die Behörden im Zusammenhang mit dem Streit um die dänischen Karikaturen die aktuellen Ausgaben der Nachrichtenmagazine Der Spiegel und Focus verboten.
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Dies berichtete die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur MENA in Kairo. Die Magazine hatten einige der umstrittenen Zeichnungen im Zuge der Berichterstattung über den Karikaturen-Streit auszugsweise veröffentlicht.
Focus protestierte am Freitag gegen das Verkaufsverbot. Die Focus-Chefredakteure Helmut Markwort und Uli Baur sprachen in einem Brief an Ägyptens Präsident Husni Mubarak und den ägyptischen Botschafter in Berlin von einem "eklatanten Eingriff in die Pressefreiheit".
Sie forderten Mubarak auf, "diese Zensur gegen unsere Berichterstattung umgehend aufzuheben".
Rechte in Schweden veröffentlichen neue Karikaturen
Nachdem die umstrittenen Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung Jyllands-Posten in vielen muslimischen Ländern Proteste ausgelöst haben, hat eine rechtsradikale Partei in Schweden versucht, mit neuen Zeichnungen Öl ins Feuer zu gießen.
Die Parti Sverigedemokraterna (SD) hatte die Karikaturen ins Internet gestellt. Inzwischen hat der schwedische Provider die Seite der Partei geschlossen.
Wie die Vizechefin der Telefirma Levonline, Anna Larsson, im Rundfunk sagte, sei die Schließung der Seite am Vortag erfolgt, nachdem das Außenministerium und der Geheimdienst Säpo vorstellig geworden seien. Beide Seiten hätten aber keinen Druck ausgeübt.
Die schwedische Außenministerin Laila Fraivalds hatte nach Bekanntwerden der Karikatur-Veröffentlichung erklärt, sie sei beunruhigt, dass dies "Schweden schaden kann".
Weder aus dem Außenministerium noch bei Säpo wollte man die Zwangsschließung der Internetseite kommentieren. Schwedische Zeitungen hatten die Publizierung der dänischen Karikaturen ausnahmslos abgelehnt, gegen die Muslime in aller Welt protestieren.
"Kein neues Benzin ins Feuer gießen"
Die dänische Zeitung Jyllands-Posten (JP) hat inzwischen eine zurückhaltende redaktionelle Linie beim Streit um die Mohammed-Karikaturen angekündigt.
In einem Brief an die Leser erklärte Chefredakteur Carsten Juste: "Angesichts des Aufruhrs, der von den Mohammed-Zeichnungen ausgelöst worden ist, wird Jyllands-Posten nichts unternehmen, wodurch neues Benzin ins Feuer gegossen wird."
Juste hatte am Vortag den JP-Kulturchef Flemming Rose in einen unbefristeten Zwangsurlaub geschickt, nachdem dieser im Fernsehen den Abdruck von geplanten iranischen Holocaust-Karikaturen in der Zeitung angekündigt hatte.
Rose hatte am selben Tag bei einem zweiten TV-Auftritt erklärt, Dänemarks größte Zeitung werde alte "antichristliche und antijüdische" Karikaturen aus dem eigenen Blatt erneut drucken, um zu zeigen, dass JP nicht antiislamisch ausgerichtet sei.
Der Redakteur hatte auch vor viereinhalb Monaten die von Muslimen in aller Welt heftig kritisierten zwölf Mohammed-Karikaturen als Aktion gegen einen aus seiner Sicht zunehmenden Hang zur Selbstzensur gegenüber dem Islam veröffentlicht.
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