Die Festnahme von drei Islamisten in Österreich zieht weitere Kreise: In Quebec konnten kanadische Polizisten einen weiteren Terrorverdächtigen festnehmen.

Der Mann habe mit den Österreichern, die möglicherweise auch Verbindungen zu den Entführern zweier Deutscher im Irak hatten, sehr engen und verschlüsselten Internet-Kontakt gehabt, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium.

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Der 35-jährige Said N. sei bereits am Mittwoch im Zuge einer gemeinsamen Ermittlung mit der österreichischen Polizei in Gewahrsam genommen worden, teilte die kanadische Bundespolizei am Donnerstag (Ortszeit) in Montreal mit.

Der Mann hatte sich demnach in Madkinongé in der ostkanadischen Provinz Quebec aufgehalten. Er werde wegen Verschwörung mit dem Ziel beschuldigt, einen Sprengsatz außerhalb Kanadas zu liefern oder zu zünden, hieß es in der Erklärung weiter. Für Kanada bestand demnach keine direkte Bedrohung.

Der Festgenommene sollte am Freitag einem Richter vorgeführt werden. Medienberichten zufolge hatte er im Internet mit Anschlägen in Deutschland und Österreich gedroht, wenn die Länder nicht ihre Truppen aus Afghanistan abzögen.

Österreichs Polizei hatte am Mittwoch drei mutmaßliche Islamisten mit Kontakten zum Terrornetzwerk El Kaida festgenommen. Die beiden 20 und 26 Jahre alten Männer sowie die 21-jährige Frau hatten demnach im März in einem Video Deutschland und Österreich mit Anschlägen gedroht, wenn die Länder ihr Afghanistan-Engagement fortsetzten. Die drei Verdächtigen wurden am Donnerstag in ein Wiener Untersuchungsgefängnis gebracht.

Die österreichischen Behörden waren über einen Internet-Hinweis der Verhafteten auf den Mann in Kanada aufmerksam geworden und hatten vor der Festnahme eng mit ihren kanadischen Kollegen zusammengearbeitet.

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(AFP, dpa)