Im Kampf gegen seine Auslieferung hat der Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber eine weitere Schlappe vor der kanadischen Justiz erlitten - schnell nach Deutschland kommen wird er aber wohl trotzdem nicht.

Im Kampf gegen seine Auslieferung nach Deutschland hat Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber eine weitere Niederlage vor einem kanadischen Gericht einstecken müssen.

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Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber (Archivbild) (© Foto: dpa)

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Das Berufungsgericht von Ontario wies am Donnerstag Schreibers Einspruch gegen die Ausweisung zurück, erklärte aber, sein Schicksal liege nun in den Händen des kanadischen Justizministers Rob Nicholson.

In Deutschland erwartet Schreiber ein Verfahren wegen Untreue, Bestechung, Betrugs und Steuerhinterziehung. Er gilt als Schlüsselfigur in der CDU-Parteispendenaffäre. Schreibers Anwalt Edward Greenspan bat das Gericht, seinem Mandanten vor der Auslieferung eine Frist von zwei Wochen zu geben.

Schreiber könnte von dem Umstand profitieren, dass der kanadische Premier Stephen Harper eine öffentliche Untersuchung der Beziehung zwischen Schreiber und Ex-Premier Brian Mulroney angeordnet hat.

Mulroney hatte 1993 und 1994 insgesamt 300000 kanadische Dollar von Schreiber erhalten. Die Opposition stellte bereits die Unbefangenheit von Nicholson in Frage, da er Parlamentarischer Staatssekretär unter Mulroney war.

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(SZ vom 16.11.2007/aho/woja)