Kanada Er ändert seinen Namen für den Wahlsieg

Ein Kanadier möchte endlich Erfolg bei einer Wahl haben und ändert seinen Namen in Above Znoneofthe - zu deutsch: "Keiner der oben genannten".

Von Marc Bädorf

"Ich bin keiner von denen da oben" - diese Versicherung gehört im laufenden Wahlkampf in den USA zum guten Ton, egal ob Donald Trump oder Bernie Sanders spricht. Einige Nummern kleiner läuft der Wahlkampf im kanadischen Wahldistrikt Whitby Oshawa ab, dafür ist der Kandidat Sheldon Berson auch um einiges weiter gegangen, um seine Distanz zum Polit-Establishment zu signalisieren. Der 46-Jährige hat seinen Namen ändern lassen. Er heißt jetzt offiziell: Above Znoneofthe.

Dieser Name ergibt, wenn überhaupt, erst auf dem Wahlzettel Sinn. "Znoneofthe, Above" wird der Wähler dort lesen, was auf deutsch "Keiner von denen da oben" bedeutet oder eben: "Keiner der oben genannten". Das Z sorgt dafür, dass der Name auf dem Wahlzettel ganz nach unten rutscht und alle anderen Kandidaten automatisch zu "denen da oben" werden.

Zu diesen anderen Kandidaten gehört übrigens, auf Listenplatz neun, ein gewisser Greg Vezina, der ebenfalls nicht zu "denen da oben" gehören möchte und sogar angibt, Vorsitzender der "None of the Above Party" zu sein. Die beiden hatten die gleiche Idee, aber sonst nichts miteinander zu tun.

25 Unterschriften sammelte Znoneofthe, in Whitby-Oshawa reicht das, um zur Wahl zugelassen zu werden. Für die Namensänderung bezahlte er 137 Dollar, wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtet. Freunde und Familie - der Bankangestellte hat zwei Kinder - dürfen Znoneofthe übrigens weiter Sheldon nennen.

Zweimal hat sich Berson/Znoneofthe bereits zur Wahl gestellt, beide Male erfolglos. Nun hofft er im dritten Anlauf vor allem auf die Stimmen der Nichtwähler. Er wolle denen eine Option geben, die keine Lust mehr haben, ständig die großen Parteien zu wählen und keine Veränderung zu sehen, sagt Znoneofthe. "Ich ziele auf die Leute, die normalerweise nicht wählen." Diese Leute aber, das könnte der Haken an Znoneofthes Plan sein, verirren sich in der Regel gar nicht erst in die Wahllokale.

Justin Trudeau: Männer sollten keine Angst vor dem Wort Feminismus haben

Kanadas Premierminister erzieht seine Söhne zu Feministen. Das kommt auf dem Weltwirtschaftsforum gut an. Von Bastian Brinkmann, Davos mehr...