Präsident Obama stockt die Truppenstärke am Hindukusch massiv auf - der US-Kommandeur vor Ort hatte sogar fast doppelt so viele Soldaten gefordert.
Barack Obama hatte im Wahlkampf angekündigt, entschiedener gegen Islamisten in Afghanistan kämpfen zu wollen, nun macht er Ernst: Angesichts der immer schlechteren Sicherheitslage in Afghanistan schickt der US-Präsident 17.000 zusätzliche Soldaten an den Hindukusch.
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Entschlossen zum Kampf in Afghanistan: US-Präsident Barack Obama, hier beim Salutieren mit einem Soldaten (© Foto: AP)
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Im Frühling sollen 8000 Mann der Marineinfanterie aufbrechen, im Laufe des Sommers dann eine Heeresbrigade mit 4000 Soldaten, teilte Obama diesen Dienstag mit.
Diese Kampftruppen sollen von weiteren 5000 Mann unterstützt werden, die laut Verteidigungsministerium später entsandt werden. Die Aufstockung sei nötig, "um die sich verschlechternde Lage in Afghanistan zu stabilisieren", sagte der amerikanische Staatschef.
Offen blieb zunächst, ob weitere Verstärkungen darüber hinaus zu einem späteren Zeitpunkt geplant sind.
Der US-Kommandeur in Afghanistan, David McKiernan, hatte klargemacht, dass er eine Aufstockung um bis zu 30.000 Soldaten für nötig hält, um die wiedererstarkten Taliban-Rebellen wirksam bekämpfen zu können - also fast doppelt so viele wie Obama nun in Gang setzen will. Zurzeit sind gut 36.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.
"Die Taliban erheben wieder das Haupt"
Das Land am Hindukusch habe bislang nicht die dringend benötigte strategische Aufmerksamkeit und die notwendigen Ressourcen erhalten, machte der Präsident in einer Mitteilung deutlich.
"Die Taliban erheben in Afghanistan wieder das Haupt. (Das Terrornetz) al-Qaida unterstützt ihren Aufstand und bedroht Amerika von seinem Unterschlupf entlang der pakistanischen Grenze." Die jetzt verfügte Aufstockung sei ein Beitrag zur Sicherheit in Afghanistan.
US-Vizepräsident Joe Biden hatte bei einem Besuch in Afghanistan kurz vor seinem Amtsantritt das "langfristige Engagement" der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. Afghanistan sei ein "wichtiger strategischer Partner" der USA.
Insgesamt sind in Afghanistan derzeit etwa 70.000 ausländische Soldaten im Einsatz. 51.000 Soldaten aus 40 Nationen stehen unter dem Isaf-Kommando, davon gehören 18.000 Soldaten der US-geführten Koalition an.
Vor allem die US-Truppen stehen unter Druck, weil bei ihren Angriffen auf Ziele in Afghanistan und Pakistan immer wieder Zivilisten ums Leben kommen. Gleichzeitig haben die internationalen Truppen zunehmend Verluste zu beklagen.
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(dpa/odg/cag)
will eins,seinen Machtbereich in Asien festigen.Viele Soldaten in Afghanistan bedeutet Kontrolle über Indien ,Pakistan ,China und Russland.Die Taliban interessieren ihn glaube ich nicht.
...man könne mit noch mehr Soldaten die Mission Afghanistan zur Erfolg bringen, dem sei die Lektüre des Kommentars in der heutigen SZ-Printausgabe empfohlen. Nachdem die SZ in der Vergangenheit auch immer den Quatsch von der Freiheit, die am Hindukusch verteidigt wird, nachgebetet hat, kehrt jetzt Nachdenklichkeit ein. Egal, ob Obama 17000 oder 170000 Soldaten nach Afghanistan schickt: Militärisch wird sich der Fall nicht lösen lassen. Vielleicht hätte man besser vorher nachgedacht, wie man dem Land helfen kann, bevor man mit lautem Hurra den Bush-Kriegern in ihrem angeblichen Kampf gegen den Terror folgte.
Es steht ihnen ja frei, ihren Wohnsitz ins Land der Talibs zu verlegen-der böse Westen/USA und das arme, unterdrückte friedfertige Volk am Hindukusch....tststs...
... demonstrieren , dass sie sich von solchen Taliban-Steinzeitkriegern nicht besiegen lassen .
17000Soldaten...
Also führt Obama nur die Terroristen-Politik von Bush und Co weiter. So ein ... Beinahe hätte Ich die 'Nettiquette' vergessen.
Paging