Die türkische Armee hat mit einer Bodenoffensive gegen kurdische Rebellen im Nordirak begonnen. Laut türkischen Medien marschierten 10.000 Soldaten in das Nachbarland ein.
Türkische Bodentruppen sind am Freitag bei einer Großoffensive gegen Lager der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK zehn Kilometer tief in den Irak eingedrungen
Bild vergrößern
Türkische Soldaten sichern im Oktober 2007 die Gebirgsregion in Hakkari an der Grenze zum Irak. Jetzt sind türkische Soldaten in das Nachbarland Irak eingedrungen. (© Archivfoto: dpa)
Anzeige
Die Truppen hätten die Grenze überschritten und sollten so bald wie möglich zurückkehren, erklärte die Armee. Die Militärführung messe der territorialen Integrität und Stabilität des Irak große Bedeutung bei. Türkischen Medien zufolge sind 10.000 Soldaten im Einsatz.
Die USA haben sich von der Bodenoffensive ihres engen Verbündeten Türkei distanziert. Der Einmarsch sei nicht die beste Nachricht, sagte Matthew Bryza, Staatssekretär im US-Außenministerium, am Freitag in Brüssel. Die Bodenoffensive gegen kurdische Rebellen bedeute eine neue Eskalationsstufe in dem Konflikt. Bryza betonte, dass die USA wie versprochen eng mit der türkischen Regierung zusammengearbeitet hätten, um eine Invasion zu verhindern.
Ein Sprecher der kurdischen Sicherheitskräfte in der nordirakischen Stadt Erbil erklärte, seit Donnerstag seien 2000 zusätzliche kurdische Kämpfer in die Nähe der Grenze verlegt worden, "um sich der türkischen Armee entgegenzustellen, falls dies notwendig werden sollte".
Nach dem türkischen Einmarsch im Nordirak warnte hat die Bundesregierung vor einer weiteren Eskalation. Die Bodenoffensive bedeute "ein nicht unerhebliches Destabilisierungsrisiko", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Türkei sei aufgerufen, "sich auf jene Schritte zu beschränken, die als Ultima Ratio zum Schutz der eigenen Bevölkerung notwendig ist. Wir warnen vor einer weiteren Verschärfung der Lage", sagte Ministeriumssprecher Martin Jäger in Berlin.
Die Türkei fliegt seit Mitte Dezember Luftangriffe gegen mutmaßliche Lager der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Nordirak.
Das Parlament in Ankara hatte der Regierung im Oktober grünes Licht für grenzüberschreitende Militäreinsätze gegen die PKK gegeben. Die türkische Luftwaffe flog seitdem mehrfach Angriffe auf mutmaßliche PKK-Stellungen im Nachbarland.
Ankara wirft der autonomen kurdischen Regierung im Nordirak vor, nicht ausreichend gegen die PKK-Rebellen vorzugehen, die die Grenzregion als Rückzugsgebiet für ihren Kampf gegen die Regierung in Ankara nutzen.
Im Konflikt zwischen PKK und türkischer Armee sind seit 1984 mehr als 37.000 Menschen getötet worden. Die Türkei, die EU und die USA stufen die PKK als terroristische Organisation ein.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(Reuters/AFP/AP/odg/gba)
Der NATO-Partner Türkei, der zurzeit in Afghanistan 1500 Soldaten stationiert hat, marschiert mit über 10.000 Soldaten in den Nord-Irak ein. Weder von Provokationen der Kurden, noch von Angriffe auf die Türkei sind in da vorgefallen. Trotzdem überfällt man mit Bodentruppen ein fremdes Land. Es ist schon erstaunlich, das mit einem so großen Kontingents die Türkei präsent ist.
Von der EU wird man wie immer keine Konsequenzen ziehen. Denn wie auch im Kosovo-Krieg (1996) wird man sich auch hier nicht handlungsfähig zeigen. Keine Sanktionen gegenüber der Türkei, noch eine Zurechtweisung wird es geben. Also, es bleibt wie es ist, ein Armutszeugnis für die EU ! Die USA wird wahrscheinlich, wie auch im Fall des Kosovo, den Retter spielen.
Die Kommentare hier sind hier schon erschütternt. Vielleicht mal ein Paar Beispiele, wo sich kaum jemand aufgeregt hat:
1. Frankreich bombt die ganze Luftwaffe der Elfenbeinküste weg (nicht lange her!). Kommentar aus Deutschland, ach die Franzosen haben schon recht gehabt, man macht sowas nicht mit Frankreich, ausserdem ist Afrika ganz weit weg.
2. USA marschiert im Irak ein, destabiliert den Staat. Kommentar, ach Irak ist jetzt ein freier Staat und die Amis werden es schon richten und den Irak befrieden.
3. In der Türkei gehen Bomben der PKK hoch. Kommentar aus der Regierung, ach ihr habts unser Mitgefühl und die Nato steht immer hinter euch, aber wehe ihr macht eigenmächtige militärische Aktionen, dann könnt ihr es mit der EU Mitgliedschaft vergessen, denn solche Probleme kann man nicht mit Gewalt klären, sowas muss diplomatisch geklärt werden.
In gewisser Weise ist dies auch richtig, aber erklär mal einem normalen Bürger, wieso PKK Terroristen, die eingesperrt und später wieder begnadigt wurden, beim nächsten Anschlag die Hauptdrahtzieher waren?
Das Maß ist voll und die Menschen wollen jetzt, das die Türkei mal Härte zeigt und sich nicht immer für dumm verkaufen lässt.
Seitdem die Terrorcamps (die es nach Ansicht einiger hier gar nicht gibt) bombardiert worden sind, sind auch die Anschläge geringer geworden. Wieso wohl? Denn der normalo Terrorist, der halbherzig dabei ist, wird sich wohl denken, ich bin doch nicht blöd und lasse mich noch von den wegbomben und verlässt klammheimlich die Organisation.
Aber wer den Artikel ganz gelesen hat, und nicht nur die Überschrift, wird auch wohl verstehen, das nur die Terrorlager der PKK das Ziel der Operation ist und NICHT der Nordirak im ganzen!!!
Aber das wäre ja wohl zu viel für manche hier.
es tut mir leid, aber so vielen dummen menschen die hier im forum sind, geht es nicht anders
Ja, wo Du recht hast, da hast Du recht..... hihihi :o)))
lieber moderator,
es tut mir leid, aber so vielen dummen menschen die hier im forum sind, geht es nicht anders
Lieber alex1005,
ich möchte Sie ein letztes Mal bitten diese ständigen Beleidigungen zu unterlassen. Andernfalls werden wir Sie von sueddeutsche.de ausschließen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Paging