Als erstes Land im Club der G7-Industriestaaten hat Großbritannien einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt angekündigt. Entwicklungsorganisationen begrüßen den "mutigen Schritt".
Schatzkanzler Gordon Brown teilte mit, die Londoner Regierung wolle zehn Prozent der ausstehenden Schulden von mehr als 30 Ländern bei der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank streichen.
Anzeige
Der Umfang des Schuldenerlasses wurde auf 100 Millionen Pfund (rund 147 Mio. Euro) beziffert. Nach Einschätzung britischer Medien verstärkt dies den Druck auf Deutschland und andere Staaten, ebenfalls für die Entwicklungsländer einzuspringen.
Brown rief die internationale Staatengemeinschaft am Rande des Labour-Parteitags in Brighton dazu auf, dem Beispiel Londons zu folgen. Die britische Initiative - nur wenige Tage vor der IWF-und Weltbank-Tagung in Washington - wurde von internationalen Hilfsorganisationen begrüßt.
Der Direktor der Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam, Adrian Lovett, sprach von einem "mutigen Schritt" und einer Herausforderung an die übrigen G7-Staaten.
Lovett forderte Brown auf, die bevorstehenden Treffen in Washington dazu zu nutzen, auf eine Neubewertung der IWF-Goldreserven zu dringen. Ein solcher "Doppelschlag" könnte für die ärmsten Länder der Welt zum "größten Durchbruch seit Jahren werden", sagte Lovett.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa)
"The Substance" im Kino