Nach drei Nullrunden werden die Renten zum 1. Juli wieder leicht erhöht. Ganz leicht: um 0,54 Prozent.

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine Anhebung der Renten um 0,54 Prozent zum 1. Juli, wie das Bundesarbeitsministerium mitteilte. Dies gilt gleichermaßen für die Renten in West- und in Ostdeutschland.

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"Die Rentenanhebung wird möglich durch die positiven Entwicklungen bei Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Löhne im Jahr 2006", heißt es in der Erklärung des Ministeriums weiter. Insgesamt erhalten die Rentner damit 1,2 Milliarden Euro mehr pro Jahr. Basis für die Anpassung der Renten ist die Entwicklung der Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer.

Der entsprechende Verordnungsentwurf bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats, die aber als sicher gilt. Nach der Neuregelung beträgt der so genannte aktuelle Rentenwert ab Juli im Westen 26,27 Euro und im Osten 23,09 Euro. Der aktuelle Rentenwert ist Berechnungsgrundlage für die jeweils individuelle Rentenhöhe.

Die Standardrente liegt derzeit bei 1175,85 Euro im Westen und bei 1033,65 Euro im Osten. Dafür muss ein Durchschnittsverdiener 45 Jahre immer den Durchschnittsbeitrag gezahlt haben. Die Höchstrente liegt nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund derzeit bei 2056,31 Euro.

Männer beziehen in Westdeutschland im Durchschnitt eine monatliche Altersrente von 976 Euro, Frauen von 465 Euro. Im Osten lauten die Vergleichswerte 1056 und 663 Euro. Die höheren Zahlbeträge im Osten ergeben sich aus den im Ost/West-Vergleich durchweg längeren Beschäftigungszeiten in der DDR.

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(dpa/AFP)