Im Kampf gegen Kinderarmut hat das Bundeskabinett deutliche Veränderungen des Kinderzuschlags verabschiedet. Künftig sollen eine Viertelmillion Kinder von dem Zuschuss profitieren.
Deutlich mehr Eltern mit geringem Einkommen haben ab 1. Oktober Anspruch auf den Kinderzuschlag von 140 Euro im Monat. Das Bundeskabinett beschloss am Dienstag Änderungen, die den Kreis der Berechtigten erheblich erweitern. "Der verbesserte Kinderzuschlag bewahrt eine Viertelmillion Kinder vor Hartz IV", erklärte Familienministerin Ursula von der Leyen. Sie würden gezielt aus der Armut geholt und ihre Eltern in ihrer Erwerbstätigkeit unterstützt.
Etwa 106.000 Familien mit 250.000 Kindern sollen künftig etwas von dem Kinderzuschlag haben. (© Foto: AP)
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Der Zuschlag ist für Eltern gedacht, deren Arbeitseinkommen nicht für den Lebensunterhalt der Kinder reicht und die deshalb auf Arbeitslosengeld II angewiesen wären. Künftig sollen etwa 106.000 Familien mit 250.000 Kindern - und damit 150.000 Kinder mehr als bislang von dem Zuschlag profitieren.
Die Höhe bleibt mit 140 Euro pro Kind und Monat gleich. Doch gelten ab 1. Oktober einheitliche Mindesteinkommensgrenzen von 600 Euro für Alleinerziehende und 900 Euro für Paare. Von der Leyen wies darauf hin, dass die bisherige individuelle Berechnung der Einkommensgrenze zu hohem Verwaltungsaufwand und einer Ablehnungsquote von 80 Prozent führt.
Auch sollen die Familien künftig mehr vom selbst erwirtschaften Einkommen behalten dürfen. Im Zusammenspiel mit der gleichzeitig vom Kabinett beschlossenen Wohngelderhöhung entstehen für den Kinderzuschlag zusätzliche Ausgaben von 252 Millionen Euro brutto ab dem Jahr 2009.
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(AP/cag/ihe)
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