Die Bundesregierung will heute einen Gesetzentwurf beschließen, mit dem Aktiengesellschaften zur Offenlegung der Gehälter ihrer Vorstandsmitglieder gezwungen werden sollen.

Allerdings gibt das Gesetz den Aktionären die Möglichkeit, von dieser individuellen Offenlegung abzusehen. Dafür ist aber auf der Hauptversammlung eine Dreiviertelmehrheit nötig. Auch gilt der Beschluss höchstens für fünf Jahre. Über den Beschluss will Bundesjustizministerin Brigitte Zypries informieren.

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Zuvor sagte die SPD-Politikerin: "Die Aktionäre sollen wissen, was ihre Vorstandsmitglieder verdienen, denn das ist Geld, das ihnen dann im Zweifel bei der Dividende auch fehlt."

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) begrüßt das geplante Gesetz. Es sei das "ureigene Recht des Aktionärs als Eigentümer des Unternehmens zu wissen, wie viel seine leitenden Angestellten individuell verdienen", sagte DSW-Geschäftsführer Klaus Nieding im Deutschlandfunk.

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(dpa/AP)