Mehr Schutz für Jugendliche: Akustische Warnsignale beim Verkauf von Zigaretten und Gewaltvideos und hohe Geldstrafen bei Verstößen sollen Händler disziplinieren - und zwar schon bald.
Bei Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen drohen dem Handel künftig saftige Bußgelder. Dazu wollen Bund, Länder und Gemeinden einen Bußgeldkatalog einführen. Wie Verstöße im Straßenverkehr solle auch der Verkauf von Tabak, Alkohol oder Gewaltvideos an Jugendliche mit bis zu vierstelligen Geldbußen geahndet werden, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Sie hatte sich am Mittwoch mit hochrangigen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Jugendschutzverbänden zu einem "Runden Tisch" getroffen.
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Die Bundesfamilienministerin, die zu dem Treffen eingeladen hatte, erklärte, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, sollten die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes in Zukunft rigoroser als bisher umgesetzt werden.
Wer Alkohol oder Tabak an Minderjährige verkaufe, "muss mit Strafen rechnen, die sich gewaschen haben", sagte die CDU-Politikerin. Derzeit sind Strafgelder von bis zu 50.000 Euro möglich, werden aber selten verhängt. Außerdem sollen die Altersgrenzen auf DVD und Videos deutlicher zu erkennen sein. Auch über das Thema Testkäufe von Alkohol durch Jugendliche diskutierten die Experten.
Schwerpunktkontrollen in Gaststätten und Tankstellen
Testkäufe zur Feststellung von Verstößen will von der Leyen nicht mehr bundesweit regeln, weil das Thema zu strittig sei. In sieben Bundesländern gibt es jedoch eine entsprechende Praxis. Sie soll auf Länderebene beibehalten werden.
Bei dem Treffen der Jugend- und Familienminister wurde auch vereinbart, dass es Schwerpunktkontrollen in Gaststätten und Tankstellen geben soll. Sie sollen in bestimmten Wochen durchgeführt und zur Abschreckung auch vorher angekündigt werden.
Beim Einzelhandel und bei den Tankstellen soll dafür geworben werden, dass es akustische Signale an den Kassen gibt, wenn etwa Zigaretten oder Gewaltvideos mit Altersbegrenzung über den Ladentisch gehen. NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) warb erneut für Testkäufe mit Jugendlichen, die es in vielen Kommunen bereits gebe. "Schwarze Schafe" unter den Verkäufern müssten mit Sanktionen belegt werden.
Thema "Testkäufer" vorerst im Hintergrund
Von der Leyen will noch in diesem Jahr ihren Gesetzentwurf zum Jugendschutz ins Kabinett einbringen. Sie hatte ihn im Oktober zunächst zurückgezogen, als das Thema "Testkäufe mit Jugendlichen" vor allem bei den Parteien auf heftige Kritik gestoßen war. Von der Leyen sagte, für den Vorschlag habe es Unterstützung gegeben, aber auch kritische Stimmen. Solange das Thema die Gemüter erhitze, werde sie es nicht weiter in den Vordergrund stellen.
Der nordrhein-westfälische Jugendminister Armin Laschet (CDU) ergänzte, dass es bereits heute Testkäufe gebe. Das geschehe beispielsweise durch 17 Jahre alte Anwärter für den öffentlichen Dienst zusammen mit einer älteren Person.
Die Deutsche Kinderhilfe forderte bei dem Treffen in Berlin eine Änderung des Gaststättenrechts, um sogenanntes Flatrate-Saufen und andere Werbeaktionen zur Steigerung des Alkoholkonsums von Jugendlichen zu unterbinden. Von der Leyen sagte dazu, "Flatrate-Partys" könnten auch jetzt schon von Kommunen und Landkreisen verboten werden. Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 3500 Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren mit schweren Alkoholvergiftungen in Kliniken.
(dpa/AP/sma)
"The Substance" im Kino
Piepsen tut's ganz woanders. Wieviel eigenes Denk- und Handlungsvermögen will man den Menschen eigentlich noch abtrainieren?
Wir brauchen totale Kontrolle: ALLES MUSS PIEPSEN!
darf gelacht werden.
Ist das eigentlich die gleiche CDU, die damals eine höhere Besteuerung der Einstiegsdroge "Alkopops" verhindert hat?
Eigentlich wollte ich allerdings einen anderen Vorschlag machen, etwas ausgereifter und vielseitiger als nur läppische akustische Signale:
Wäre unsere Welt nicht viel sicherer und schöner, wenn jeder Bürger bei jedem Einkauf seinen RFid-Reisepass bei sich tragen müsste und automatisch registriert wird, was er einkauft?
Automatisch könnten dann im entsprechenden Ministerium die Alarmglocken läuten und die Hüter unserer Gesellschaft eingreifen.
Endlich könnten wir uns wieder sicher fühlen.
Verehrte Berufspolitiker: Denkt mal wieder über die Ursachen nach, statt immer wieder die Symptome zu unterdrücken und die öffentliche Diskussion mit unsinnigen Luftblasen von der bitteren Wahrheit abzulenken.
Ihrem Beitrtag stimme ich zum grossen Teil zu, obwohl ich von den Amerikanern im Allgemeinen überhaupt nichts halte. Der Grossteil des Volkes ist noch dämlicher als die Alte Welt. Dennoch einige positive Aspekte gibt es sogar im amerikanischen Rechtssystem.
Was mich aber erschüttert hat, ist Ihre Anregung, die Kinder auf vernünftiger Basis an Alkohol heranzuführen.
Haben Sie schon mal Alkohol getrunken oder trinken Sie Alkohol? Wenn ja, dann wissen Sie sicher, dass Alkohol das Phänomen des m e h r in sich birgt, d.h. während dem Trinken bekommt man Lust noch ein weiteres Gläschen in sich hineinzuschütten. Ganz einfach, man verliert die Kontrolle ob man will oder nicht. Aus Kindern kann man keine sogenannten Genusstrinker machen. Genausowenig wie Genussraucher, das geht auch nicht. Beides endet oftmals in der Sucht. Das Rauchen eher.
Lieber kschneidt können Sie mir einen wirklich vernünftigen Grund nennen, warum ich mein Kind an ein Suchtmittel "vernünftig" heranführen soll. Ich bin so froh, dass meine Enkelin mit 15 weder raucht noch Alkohol in irgendeiner Form zu sich nimmt. Ob sie sich ein Beispiel an den Eltern oder Grosseltern nimmt glaube ich nicht, da bis auf micht alle Erwachsenen in ihrem Umfeld rauchen, allerdings dafür Alkohol ablehnen.
Das mit den bildungsfernen Schichten mag zum Teil stimmen, siehe die Historie der Arbeiterklasse, doch Sie kennen sicher auch den Spruch: Intelligenz säuft Dummheit......
oh jaaa, noch mehr kontrolle!
so richtig ich es finde,die jugendlichen vor sich selbst zu schützen, solange sie noch in der experimentellen selbstfindungsphase sich befinden (wobei...man weiß ja nicht, wann diese jemals, wenn überhaupt, vorbei ist...soll ja auch sechzigjährige geben, die noch auf weltumsegelung gehen), so falsch finde ich es, zu derartigen maßnahmen zu greifen. die herren und damen politiker täten besser daran, das für die umsetzung solcher sprichwörtlichen schnapsideen nötige geld in die jugendarbeit zu stecken...doch halt! irgendwo muss ja auch gespart werden, hm.
demnächst werden womöglich auch noch bücher subversiven inhalts rfiditiert und bepiepst(was sicher auch im rahmen der totalen terrorbekämpfung nicht unerhebliche vorteile haben dürfte)
anbei: wer sich bei der jetzigen lage nicht um den verstand säuft, hat sowieso keinen ;-)na denn: prost!
Paging