SZ: Dies kann ein aggressives Männerbild prägen, das Gewalt zulässt?
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Eine Studie sieht besonders bei muslimischen Jugendlichen ein Problem mit der Gewaltbereitschaft und deren Integration. (© afp)
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Ceylan: Solche Vorstellungen von Männlichkeit werden viel stärker in der Familie vermittelt. Die erste muslimische Zuwanderer-Generation war ländlich geprägt, sie brachte patriarchalische Traditionen mit. Das wurde von vielen Kindern übernommen. Gewalt hatte ihren Platz selbst im staatlichen Unterricht, den türkische Lehrer damals in Deutschland gaben. Bis in die neunziger Jahre hinein wurde dort geprügelt. Ohrfeigen, Stockschläge, ich habe das selbst erlebt. Auch im Koranunterricht in den Moscheen gab es Schläge. Die zweite Generation, die das erlebt hat, achtet viel mehr darauf, dass dies nicht mehr passiert. Heute würde es eine Anzeige geben.
SZ: Tragen die Imame eine Mitverantwortung für das Verhalten der Jugendlichen oder nicht?
Ceylan: Die Imame sind insoweit mitverantwortlich, als sie der Gewalt und anderen Problemen entgegenwirken können. Dazu müssen sie das Problem aber erkennen, und da hakt es, weil viele Vorbeter kein Deutsch sprechen und nur für einige Zeit aus dem Ausland kommen.
SZ: Trotzdem hören muslimische Jugendliche auf sie?
Ceylan: Imame genießen hohes Ansehen unter den Jugendlichen, die religiös oder die im Leben einer Moscheegemeinde aktiv sind. Für sie gilt: Was der Imam sagt, das stimmt. Für die religiösen Jugendlichen spielt gerade das Freitagsgebet eine wichtige spirituelle Rolle.
SZ: Mehrere Studien haben gezeigt, dass gerade Muslime in Deutschland benachteiligt werden - in der Schule, bei der Jobsuche. Welche Rolle spielt dies für das Verhalten der Jugendlichen?
Ceylan: Selbst Jugendliche in der dritten Generation werden noch als Ausländer wahrgenommen. Wer seinen muslimischen Glauben lebt, muss an vielen Stellen damit rechnen, dass er nicht mehr dazugehört. Das aber fördert den Rückzug in die eigene Gruppe, in Religion oder Nationalismus - mit den Männlichkeitsvorstellungen, die damit verbunden sind.
SZ: Was schlagen Sie vor ?
Ceylan: Wir müssen den Jugendlichen vermitteln, dass der Islam keine Ausländerreligion mehr ist. Wir müssen den islamischen Religionsunterricht flächendeckend einführen und Imame in Deutschland ausbilden, um eine moderne Islamauslegung zu lehren. Und wir müssen die Bildungsarmut bekämpfen.
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(SZ vom 05.06.2010/hana)
Das in großen Teilen abartige westliche, materialistisch-egomanische System passt ganz klar nicht zu dieser Religion. Auch zu keiner anderen Religion oder auch nicht zu einer anderen hohen Wert- und Weltbetrachtung.
Der Westen als verachtenswert. Und genau diese seine Führung schleust Menschen mit religiösen Gefühlen in den Westen hinein (vor allem in Deutschland, weitaus weniger in England).
Wahrscheinlich um diese Länder von innen her zu sprengen. Da werden schon wieder Menschen aus dem Vorderen Orient für eine dreiste Sache in Anspruch genommen. Nachdem man ihre dortigen Kulturen zerstört hatte.
Perfider geht es zwar noch. Aber nicht mehr sehr viel.
Die jungen Muslimen müssen diesen Westen als krank bewerten. Und sie haben recht. Er ist krank. Es verwundert, wenn sich Muslime überhaupt in diesen westlichen Ländern niederlassen. ______ r.kendel
Verehrter @moritzstudent,
ich erlaube mir darauf hin zu weisen, dass 47 % der jugendlichen Intensivtäter in Berlin arabischstämmig sind und über 30 % türkischstämmig. Das heißt: drei von vier jugendlichen Intensivtätern sind Muslime.
Das ist sehr alarmierend und wir sollten alle darüber nachdenken, was man tun kann. Es hilft nicht, wenn man die Realität leugnet.
Wer Prof. Pfeiffer einen solche Plattform bietet, will wohl unbedingt die Stammtischhoheit sicherstellen. Nach Egoshootern, Jugendzentren, Ehemännern hat er jetzt junge Muslime als Brutstätte der Kriminalität ausgemacht - und das mit Steuergeldern unterstützt! Man darf gespannt sein welche Sau er demnächst reitet - sicher nicht die Fussballrowdies - wir sind ja WM.
"Wir müssen den islamischen Religionsunterricht flächendeckend einführen und Imame in Deutschland ausbilden, um eine moderne Islamauslegung zu lehren. Und wir müssen die Bildungsarmut bekämpfen."
Genau das ist es! Und wer es dennoch anders haben will, sollte in ein Umfeld gesetzt werden, in dem es ihm möglich ist, seine Vorstellungen zu leben.
Verehrte(r) troubadour, die Diskussion über diese Dinge ist sehr dringend notwendig. Aber wenn man wie Sie die Fakten nicht hören will, dann kann es keine Diskussion geben, sondern es wird alles noch schlechter werden.
Ich bitte Sie, diesen Artikel zu lesen, dann sehen Sie, dass Herr Pfeiffer die Wahrheit sagt.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/junge-intensivtaeter-bleiben-auch-als-erwachsene-kriminell/1712318.html
Paging