Jobanreiz für Mütter Koalition soll Gutscheine für Haushaltshilfen planen

Damit soll Müttern die Rückkehr in den Beruf erleichtert werden: Familienpolitiker der schwarz-gelben Koalition wollen einem Magazinbericht zufolge Gutscheine für die Anstellung einer Haushaltshilfe ausgeben.

Die Union will Frauen mit Gutscheinen für Haushaltshilfen zurück in den Job locken und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen. Nach monatelangen Beratungen hätten sich die Familienpolitiker der Union auf ein Modell geeinigt, nach dem Frauen sich bis zu 18 Monate lang eine Haushaltshilfe teilweise bezahlen lassen können, berichtete der Focus am Sonntag.

Der Staat solle monatlich 15 Stunden haushaltsnaher Dienstleistungen mit einem Zuschuss von sechs Euro pro Stunde fördern. Angesichts von fünf Millionen Frauen zwischen 25 und 59, die nicht erwerbstätig seien, verstünden die Familienpolitiker das Vorhaben auch als Beitrag im Kampf gegen den Facharbeitermangel. Die FDP-Familienpolitiker unterstützen den Vorstoß ebenfalls.

"Den gut ausgebildeten Frauen müssen wir Zeit für den Wiedereinstieg in den Beruf geben und ihnen helfen, Haushalt und Beruf wieder unter einen Hut zu bringen", sagte die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Ingrid Fischbach dem Magazin. Auch eine Arbeitsgruppe im Bundessozialministerium wolle bis Mitte Dezember einen Vorschlag zur Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen machen, hieß es in dem Bericht.

"Wenn wir diese Dienstleistungen fördern, dann schaffen wir Zeit für Familien und schaffen gleichzeitig Arbeitsplätze", sagte Arbeitsministerien Ursula von der Leyen (CDU). Auch Familienministerin Kristina Schröder (CDU) unterstütze nach Angaben aus Koalitionskreisen das Vorhaben.

Der Antrag zur Förderung der haushaltsnahen Dienstleistung liegt aber bislang nicht dem Unions-Fraktionsvorsitz vor. "Vor Anfang des nächsten Jahres wird da nichts entschieden", sagte eine Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Angesichts der Haushaltslage wird die Finanzierung des Vorschlags voraussichtlich schwierig.