Jemen Ranghoher Al-Qaida-Führer bei Luftangriff getötet

In Jemen sind bei einem Raketenangriff zwei Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida getötet worden. Bei einem der beiden Männer soll es sich um Fahd al-Quso handeln - einen der meistgesuchten Terroristen in den USA. Als Racheaktion griffen Al-Qaida-Kämpfer jemenitische Stützpunkte an.

Bei einem Luftangriff im Süden Jemens ist ein ranghoher Al-Qaida-Führer getötet worden. Nach Angaben der jemenitischen Streitkräfte wurde Fahd al-Quso, der auf der FBI-Liste der meistgesuchten Personen stand, am Sonntag in der Provinz Schabwa getötet.

Er sei beim Verlassen eines Fahrzeugs zusammen mit einem weiteren Mitglied der al-Qaida von einer Rakete getroffen worden. Ausgeführt habe den Drohnenangriff die CIA, sagten zwei US-Regierungsvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten. Die jemenitische Regierung habe den Einsatz autorisiert, hieß es weiter.

Wenige Stunden nach der Attacke griffen Al-Qaida-Kämpfer in der von ihnen kontrollierten Region Sindschibar im Süden zwei Militärstützpunkte an. Jemenitische Beobachter vermuten, dass dies eine Racheaktion für die Tötung von al-Quso sein sollte. Bei den Angriffen auf wurden nach Informationen der Nachrichtenwebsite News Yemen insgesamt 25 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. Mehrere Soldaten sollen gefangen genommen worden sein.

Für Informationen zur Ergreifung von al-Quso waren fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Er war wegen Beteiligung an dem Anschlag auf das US-Kriegsschiff USS Cole im Jahr 2000 im Golf von Aden bereits in Haft und wurde zudem mit einem missglückten Anschlag auf eine US-Verkehrsmaschine an Weihnachten 2009 in Verbindung gebracht. Seit Dezember 2010 wurde er vom US-Außenministerium als internationaler Terrorist geführt.