In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben Stammesangehörige mindestens zwei ausländische Touristen entführt. Bei den Verschleppten handelt es sich offenbar um ein Ehepaar aus den Niederlanden.

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben Stammesangehörige mindestens zwei ausländische Touristen entführt. Die Verschleppten seien ein Ehepaar aus den Niederlanden, erklärte der Gouverneur von Sanaa, Noman Duwaid, am Dienstag.

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Sicherheitskräfte hätten das Rückzugsgebiet der Entführer außerhalb der Hauptstadt ausgemacht und bemühten sich um eine Freilassung. Laut einem hochrangigen Behördenvertreter handelte es sich bei den Entführten dagegen um Italiener. Das Außenministerium in Rom konnte die Nationalität jedoch nicht bestätigen.

Nach Angaben von Behörden und jemenitischen Stammesvertretern wollen die Geiselnehmer erreichen, dass die Polizei zwei ihrer Angehörigen freilässt. Diese sitzen wegen einer Entführung in Haft.

Entführungen verlaufen meist glimpflich

Der Gouverneur versicherte, dass die jemenitischen Sicherheitskräfte unter Hochdruck daran arbeiteten, das Leben der Niederländer zu retten und sie freizubekommen.

In den vergangenen 15 Jahren wurden im Jemen mehr als 200 Ausländer von unterschiedlichen Stämmen entführt. Oft geht es dabei um Auseinandersetzungen mit der Regierung, in anderen Fällen wollen die Geiselnehmer inhaftierte Stammesmitglieder freipressen. Die Entführungen gehen für die Geiseln meist glimpflich aus. Erst im Januar war im Jemen ein deutscher Ingenieur zwei Tage von Geiselnehmern festgehalten worden.

Mitte Dezember wurden drei Deutsche im Jemen entführt. Die Entwicklungshelferin und ihre Eltern kamen nach wenigen Tagen wieder frei.

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(AFP/Reuters/segi)