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Jahresbericht von Amnesty – Afghanistan - Gewalt gegen Frauen
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Das Leben in Afghanistan ist für Frauen besonders schwer: Nach wie vor werden sie häufig Opfer von Gewalt. Auch vor Übergriffen bewaffneter Gruppen sind sie nicht sicher. So griffen im November 2008 zwei Motorradfahrer etwa 15 Mädchen auf dem Schulweg an und spritzten ihnen mit Wasserpistolen Säure ins Gesicht. Mindestens zwei der Mädchen sind heute blind, andere trugen schreckliche Narben davon.
Frauen haben selten die Möglichkeit, ihre Rechte vor Gericht einzuklagen. Nach Angaben der afghanischen Menschenrechtskomission AIHRC waren im Jahr 2008 immer noch 60 bis 80 Prozent aller Ehen Zwangsehen. Es sind auch viele Fälle bekannt, in denen Minderjährige verheiratet wurden. So drohte auch Frauen, die vor Misshandlungen in der Familie flohen, die Verhaftung.
Foto: dpa
28. Mai 2009, 13:18 2009-05-28 13:18:00 © sueddeutsche.de