"Ungehobelte Einmischung": Peking will sich den Umgang mit dem Tiananmen-Massaker nicht vorschreiben lassen - und schweigt offiziell. Derweil patrouillieren Hunderte Polizisten auf dem Platz des Himmlischen Friedens.
Die chinesische Regierung hat den 20. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratie-Bewegung offiziell ignoriert. Keine der staatlich kontrollierten chinesischen Medien erwähnte den Jahrestag. Auch von der Bevölkerung in Peking wurde der Jahrestag augenscheinlich nicht begangen. Einem Aufruf von Exil-Dissidenten, als Zeichen der Trauer weiße Kleidung zu tragen, folgte nach ersten Erkenntnissen niemand.
Scharfe Sicherheitsvorkehrungen: Hunderte Polizisten patrouillieren nach Augenzeugenberichten rund um den Platz des Himmlischen Friedens in Peking. (© Foto: AP)
Anzeige
Gleichzeitig wurden in Peking aus Sorge vor Protesten die Sicherheitsvorkehrungen und die Internet-Zensur erheblich verschärft. Hunderte Polizisten und Sicherheitsleute patrouillierten nach Augenzeugenberichten auf und rund um den Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen). Bereits am Mittwoch hatten die Behörden die Zensur des Internets verschärft und tausende Blogs, Foren und Kommunikationsportale wie Twitter und Flickr gesperrt.
Straßen, in denen Dissidenten leben, wurden stärker überwacht. Mehrere unliebsame Gegner der Regierung wurden nach eigenen Angaben angewiesen, Peking vor dem Jahrestag zu verlassen oder faktisch unter Hausarrest gestellt. Auch in Hongkong, wo die freie Meinungsäußerung formell garantiert wird, wurde Dissidenten, die an einer Veranstaltung zum Gedenken an das Massaker teilnehmen wollten, die Einreise verweigert.
Auf dem Platz selbst wohnten am Donnerstag zahlreiche Menschen einer patriotischen Zeremonie bei, bei der die chinesische Fahne gehisst wurde. Es gab keine Anzeichen von Protesten, viele der Anwesenden schienen sich des besonderen Datums nicht einmal bewusst zu sein. Einige Menschen kamen jedoch, um der Opfer vom 4. Juni 1989 still zu gedenken. Ausländischen Journalisten wurde der Zugang zum Tiananmen-Platz verwehrt.
Der riesige Platz war der Hauptversammlungsort der Protestbewegung. In der Nacht zum 4. Juni 1989 hatten Soldaten in Panzern das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnet. Bis heute verschweigt die Regierung die wahre Zahl der Opfer. Es dürften jedoch zwischen 700 und 3000 Tote gewesen sein.
Die USA riefen China zu einer ehrlichen Bilanz der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung vor 20 Jahren auf. Peking solle "die dunkleren Ereignisse seiner Vergangenheit offen untersuchen und eine öffentliche Bilanz der Getöteten, Inhaftierten oder Vermissten vorlegen", forderte Außenministerin Hillary Clinton.
Die chinesische Regierung reagierte erbost über die "ungehobelte Einmischung": Clintons Erklärung enthalte "unbegründete Anklagen gegen die chinesische Regierung", sagte Außenamtssprecher Qin Gang. "Wir geben unsere tiefe Unzufriedenheit zum Ausdruck", fügte er hinzu. Über die Ereignisse vom 4. Juni 1989 gebe es bereits eine Einschätzung seitens der chinesischen Kommunistischen Partei und der Regierung.
Der taiwanesische Präsident Ma Ying-jeou forderte China auf, sich den Ereignisse des 4. Juni 1989 zu stellen und die Menschenrechtslage zu verbessern. Nur so könne eine Wiederholung verhindert werden, erklärte Ma. Auch der Dalai Lama gedachte der Opfer der Demokratiebewegung und rief China zu Reformen auf.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(Reuters/AP/dpa/af/bica)
Griechenland in der Schuldenkrise
Lohnzettel auf Facebook
Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
...ma klickert a Groscherl in's Schlitzerl und die ute-Maschine wird loszuckeln 'USIsraelUSIsraelUSIsrael...'.
Wundert mich nur, dass sowas noch nicht in den Rubriken Sport, Digital oder Karriere passiert ist, aber ich bin zuversichtlich das auch noch zu erleben... (und noch ein kleines l*o*l-chen hintendrauf...;-))
"(P.S: Warum werden sie denn eigentlich immer gleich so unsachlich giftig? Tsss, das ist gar nicht gut für den Blutdruck! Sie müssen mehr auf ihre Gesundheit achten. :-)"
Ich erfreue mich allerbester Gesundheit,keine Panik...warum sind Sie eigentlich so empfindlich? So ähnlich empfindlich wie Sie ist ja auch die chinesiche Regierung....komisch komisch....
Einiges was man an Dummem von Seiten der chinesischen Staatsregierung hört hängt offenbar auch mit der Mentalität in China zusammen: Dort wird wohl immer noch die überkommene Vorstellung hochgehalten daß "die Älteren immer Recht" haben.
Und diese Form der irrationalen Unterordnung überträgt sich auch auf das Verhältnis Bürger - Staat.
Analog dazu kommt es bei den Ohren der Regierenden überhaupt nicht an was Kritiker INHALTLICH zu dem was sie da tun sagen haben, denn man ist schier betäubt von dem unerhörten Vorgang ÜBERHAUPT kritisiert zu werden!
"h zu Pakistan auch noch unschuldige Zivilisten in Pakistan in Tod und Verderben zu stürtzen, sind dagegen Realität. "
Ne, die freuen sich ja auch darüber, wenn sie von den Taliban kontrolliert werden, meine Fresse, denk doch mal kurz drüber nach, was du schreibst!
"Lesen Sie nach was Obama in seiner heutigen Rede getan hat...solche klaren Worte werden Sie in China nicht hören... "
"Talk is Cheap", wie man so schön sagt. Die Folterfotos nun doch wieder zu verstecken und zusätzlich zu Pakistan auch noch unschuldige Zivilisten in Pakistan in Tod und Verderben zu stürtzen, sind dagegen Realität.
(P.S: Warum werden sie denn eigentlich immer gleich so unsachlich giftig? Tsss, das ist gar nicht gut für den Blutdruck! Sie müssen mehr auf ihre Gesundheit achten. :-)
Paging