20 Jahre Rostock-LichtenhagenTage der Schande

Die Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen gehören zu den schlimmsten fremdenfeindlichen Übergriffen nach der deutschen Wiedervereinigung. Neonazis und Anwohner attackierten 1992 zwei Häuser, die von Asylbewerbern und Gastarbeitern bewohnt wurden. Polizei und Politik waren mit der Situation völlig überfordert.

20 Jahre Rostock-Lichtenhagen – Tage der Schande

Die Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen gehören zu den schlimmsten fremdenfeindlichen Übergriffen nach der deutschen Wiedervereinigung. Neonazis und Anwohner attackierten 1992 zwei Häuser, die von Asylbewerbern und Gastarbeitern bewohnt wurden. Polizei und Politik waren mit der Situation völlig überfordert.

Die Bilder aus Rostock-Lichtenhagen gingen um die Welt: Im August 1992 griffen Neonazis und Anwohner ein Asylbewerberheim sowie eine Unterkunft für Gastarbeiter an. Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen dauerten fünf Tage an und beschädigten nicht nur das Ansehen der gerade wiedervereinigten Bundesrepublik im Ausland.

20 Jahre später erinnert die Hansestadt mit einem mehrtägigen Kulturprogramm an die Ereignisse. Organisert wird dies von einer Initiative aus Bürgern, Vereinen und Offiziellen Rostocks. Bundespräsident Joachim Gauck, gebürtiger Rostocker, ist einer der Gastredner.

Wieso konnte die Situation damals so eskalieren? Ein Rückblick.

Bild: dapd 21. August 2012, 17:502012-08-21 17:50:02 © sueddeutsche.de/jum/joku