In einer Nacht- und Nebelaktion hat die spanische Regierung das letzte Denkmal des früheren Diktators Franco in der Hauptstadt abtransportieren lassen.

Auf Anordnung des Bauministeriums montierten Arbeiter in der Nacht zum Donnerstag mit Hilfe eines Kranes die 1959 errichtete Bronzestatue des Generals auf dem Platz San Juan de la Cruz ab.

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Polizisten überwachten die zuvor nicht publik gemachte Aktion im Zentrum der spanischen Hauptstadt.

Beifall und Verärgerung

Einige Passanten klatschten Beifall, als der Kran das sieben Meter große Reiterstandbild des 1975 verstorbenen Machthabers auf einen Lastwagen hievte und in ein regierungseigenes Lager abtransportierte.

Andere Schaulustige reagierten verärgert über die von der sozialistischen Regierung organisierte Aktion.

Am Rande kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern Francos, der in Spanien mehr als 30 Jahre herrschte

Die spanischen Zeitungen hatten das Foto des Abbaus am Donnerstag bereits auf ihren Titelseiten. Die konservative El Mundo kommentierte das Ereignis als "Francos letzten Marsch", La Razón titelte: "Die Regierung wirft Franco aus Madrid hinaus."

General Francisco Franco revoltierte 1936 gegen die linke Regierung in Madrid. 1939 endete der blutige Bürgerkrieg. Der Tod Francos 1975 machte den Weg für die Demokratisierung Spaniens frei.

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(AFP/AP)