Vier Jahre nach der Kapitulation der Nazis feiern die Deutschen die Geburtsstunde der Bundesrepublik. Zuvor haben die Rosinenbomber und die Nürnberger Prozesse die Menschen geprägt.
Es ist ein bedeutender Auftrag, den die Alliierten an die elf westdeutschen Ministerpräsidenten herantragen: Sie sollen eine Verfassung für das besetzte und vom Krieg zerstörte Deutschland entwerfen. Im Eiltempo macht man sich im Sommer 1948 an die Arbeit. Ein knappes Jahr dauern die Beratungen, Abstimmungen, Änderungen, bis das Grundgesetz verabschiedet werden kann.
Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem Petersberg in Bonn. (© Foto: AP)
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Genau vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation ist es dann soweit: Am 8. Mai 1949 verabschiedet der Parlamentarische Rat mit 53 gegen zwölf Stimmen das Grundgesetz.
Die Geburtsstunde der Bundesrepublik fällt auf den 23. Mai. Das Inkrafttreten des Grundgesetzes wird mit Champagner gefeiert, den die drei westlichen Militärgouverneure spendierten.
Zwei weitere Ereignisse sind im jungen Nachkriegsdeutschland von entscheidender Bedeutung: die Luftbrücke nach Berlin und die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse. Auch wenn sich beide Ereignisse vor der offiziellen Staatsgründung ereignet haben, sie haben die Geschichte der Deutschen entscheidend geprägt.
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