Mit drastischen Worten hat IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn vor dramatischen Folgen der weltweiten Ernährungskrise gewarnt. Einen Lösungsvorschlag lieferte der Franzose auch.

Die internationale Ernährungskrise schürt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die "Gefahr von Kriegen" und droht sich dabei weiter zu verschärfen.

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IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn rechnet mit noch schlimmeren Auswirkungen der Hungerkrise (© Foto: dpa)

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"Das Schlimmste liegt leider vielleicht noch vor uns", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Freitag dem französischen Rundfunksender Europe-1.

"Hunderte Millionen Menschen werden betroffen sein." Ein "echtes Problem" sei neben der steigenden Nachfrage und der Finanzspekulation die Produktion von Biotreibstoff.

Hungerrevolten könnten zum Sturz demokratisch gewählter Regierungen führen, selbst wenn sie manchmal nicht daran schuld seien. Mit der Destabilisierung der Demokratie steige das Kriegsrisiko, sagte Strauss-Kahn. "Die Geschichte ist voller Kriege, die mit solchen Problemen angefangen haben."

Eine Lösung liege im Handel. Angesichts des wachsenden Bedarfs Chinas und Indiens dürften die Industriestaaten nicht protektionistisch sein. Kurzfristig müsse das Welternährungsprogramm einspringen, während der IWF für eine Umorientierung der Wirtschaftspolitik arbeiten müsse.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy forderte auf einer Pariser Klimakonferenz am Freitag Sofortmaßnahmen und eine langfristige Hilfe für die Landwirtschaft, um die "schwere Ernährungskrise" in bereits 37 Staaten zu überwinden. Sarkozy versprach eine Verdoppelung der französischen Lebensmittelhilfen in diesem Jahr auf 60 Millionen Euro und plädierte für eine bessere internationale Abstimmung.

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(dpa/bosw/odg)