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Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi – Ein Mann, viele Fettnäpfchen
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Silvio Berlusconi, der seine Heimat als "Scheißland" bezeichnet hat, ist zurückgetreten. Seit 17 Jahren prägt Berlusconi Italiens Politik - und sorgte stets mit befremdlichen Aussagen für Schlagzeilen.
Am Telefon kann man ja eigentlich sagen, was man will - nur dumm, wenn man abgehört wird. In einem Telefonat erregte sich Silvio Berlusconi Anfang September darüber, dass er - quasi völlig grundlos - unter Beobachtung stehe. "Die können sagen, dass ich rumbumse, das ist auch das Einzige". Italien sei ein "Scheißland", das er bald verlassen werde.
Als seine rüden Aussagen an die Öffentlichkeit dringen, versucht sich der "Cavaliere" in Schadensbegrenzung: "Das ist eine dieser Sachen, die man spät abends am Telefon so sagt, wohl in einem entspannten Augenblick und mit einem Lächeln", sagt er. Gleichwohl konstruiert er aus dem Vorfall sogleich einen Grund, doch in Italien zu bleiben: "Ich bleibe hier, um dieses Land zu verändern", lässt er wissen. Der italienische Regierungschef versucht schon seit langem, das verbreitete Abhören zu Ermittlungszwecken einzudämmen.
Es war nicht das erste Mal, dass der Cavaliere mit peinlichen Sprüchen, seltsamen Ideen oder diplomatischen Patzern Schlagzeilen macht.
Bild: dpa9. November 2011, 10:34 2011-11-09 10:34:00 © sueddeutsche.de/ihe/bavo/jak/mati