Bilder leicht bekleideter Frauen in der Villa des italienischen Regierungschefs - Silvio Berlusconi konnte die Veröffentlichung pikanter Fotos verhindern.
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Veröffentlichung von Fotos von einer Silvesterparty in seiner Villa verhindert. Ein Staatsanwalt in Rom gab am Samstag einer einstweiligen Verfügung Berlusconis statt und ordnete die Beschlagnahme von Hunderten Aufnahmen eines Fotografen an.
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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Veröffentlichung von Fotos von einer Silvesterparty in seiner Villa verhindert. (© Foto: Reuters)
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Der Journalist hatte die Bilder von außerhalb der Villa Berlusconis auf der Insel Sardinien geschossen. Nach Angaben aus Justizkreisen hatte Berlusconi argumentiert, die Veröffentlichung der Fotos würde sein Recht auf Privatsphäre verletzen.
Medienberichten zufolge waren bei der Feier Dutzende junger Frauen anwesend, die Tausende Euro als Aufwandsentschädigung erhalten haben sollen. Fotos von jungen Frauen in Bikinis oder gleich oben ohne in der sardischen Villa des Regierungschefs - das wäre sogar für den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi harter Tobak. Unter ihnen soll auch die 18-jährige Noemi Letizia gewesen sein. Diese soll der Auslöser dafür gewesen sein, dass Berlusconis Frau Veronica Lario vor kurzem die Scheidung einreichte.
Der milliardenschwere Medienmogul war im vergangenen Monat auf der Party zu Letizias 18. Geburtstag fotografiert worden.
Der 72-Jährige soll ihr zu diesem Anlass eine teuere Kette geschenkt haben. Weitere Fotos zeigen ihn gemeinsam mit Letizia bei anderen gesellschaftlichen Ereignissen, als die Frau noch 17 war. Berlusconis Frau hatte das Einreichen der Scheidung mit den Frauengeschichten ihres Mannes begründet und diesem vorgeworfen, Umgang mit Minderjährigen zu pflegen.
Berlusconi hat eine Affäre mit Letizia bestritten und erklärt, zurückzutreten, sollte er diesbezüglich gelogen haben. Der konservative Regierungschef wirft der Opposition eine Kampagne mit dem Ziel vor, seiner Partei bei der bevorstehenden Europawahl schaden zu wollen.
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(sueddeutsche.de/Reuters/segi)
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