Die Bauvorhaben der Israelis im Osten Jerusalems stoßen international auf heftige Kritik. Die Pläne scheinen zur Kraftprobe mit US-Präsident Obama zu werden.
Wenn man hoch oben auf einem Bagger sitzt, um sich forsch ans Werk zu machen, wirken ein paar kleine Männchen mit Stoppschildern nicht sonderlich bedrohlich.
Pläne für neue Wohneinheiten in der jüdischen Siedlung Gilo: Die Bauvorhaben werden scharf kritisiert - auch in Washington. (© Archiv-Foto: Reuters)
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Das jedenfalls müssen sich die Israelis gedacht haben, als sie nun in einem Akt demonstrativer Kraftmeierei neue Baupläne im arabischen Ostteil von Jerusalem absegneten.
Internationale Proteste sind sie gewohnt, und sie haben sich auch daran gewöhnt, dies zu ignorieren. Diesmal aber könnten sie sich verrechnet haben: Denn die Bauvorhaben in Gilo scheinen zu einer Kraftprobe mit US-Präsident Barack Obama zu werden.
Die harsche Reaktion aus Washington zeigt, wie sehr sich die US-Regierung von diesem Schritt provoziert fühlt. In einer Zeit, in der Obama bis an den Rand der Selbstverleugnung den Boden für neue Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern bereiten will, sind Bagger das Letzte, was er sehen will. Schließlich sind Israels Siedlungsaktivitäten für die Palästinenser erklärtermaßen das Haupthindernis für die Rückkehr an den Verhandlungstisch.
Allerdings hat es sich die US-Regierung selbst zuzuschreiben, dass ihre Nahost-Diplomatie auf diversen Baustellen festgefahren ist.
Der Schlingerkurs der vergangenen Wochen, in denen Netanjahu plötzlich signalisiert worden war, dass es Washington mit einem sofortigen Siedlungsbaustopp gar nicht mehr so ernst meint, hat viel Schaden angerichtet. Die Palästinenser sind entmutigt und fühlen sich verraten. Die Israelis dagegen sehen sich ermutigt, Forderungen aus dem Weißen Haus nicht mehr allzu ernst zu nehmen.
Wenn Obama sich nicht weiter vorführen lassen will, dann muss er nun in der Gilo-Frage Druck auf Israel ausüben. Nur so kann er etwas von der verlorenen Glaubwürdigkeit als Nahostvermittler zurückgewinnnen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/plin)
Übrigens scheinen Sie als "ausgewiesener Freund" und örtlicher Funtionär eines deutsch-israelischen "Freundeskreises" (noch mehr solcher "Freunde"?) schon den Anfang des Artikels nicht richtig gelesen zu haben. Da steht etwas von einem "arabischen Ostteil von Jerusalem", und damit ist offensichtlich nicht der historische Teil gemeint, sondern das was die Palästinenser als IHREN Teil von Jerusalem betrachten.
In Bayern würde man dazu sagen: "Mach die Augen zua, dann siehst was da g'hört". Denn -und ich denke das sollte man als "ausgewiesener Freund" wissen- die Palästineser haben dem Teilungsplan und den zugehörigen Resolutionen nie zugestimmt, der sie an Jerusalem beteiligt hätte. Stattdessen haben sie den jungen Staat Israel völkerrechtswidrig überfallen und ein Massaker unter den Juden Jerusalems angerichtet. Sie zerstörten die Synagogen, versperrten jeden Zugang zu den jüdischen Heiligtümern und hielten diesen Teil der Stadt besetzt.....bis Israel ihn wieder ÖFFNETE!
Also, Freund, Frage: Wieso stört Sie das Wort vom "arabischen Ostteil von Jerusalems" nicht. Er gehört nicht den Arabern.
Sie schrieben u.a.
"Mit vermeintlichen Anschlägen auf die Pressefreiheit hat das aber nun gar nix zu tun und der Vergleich mit der "Machtergreifung" ist schon leicht hysterisch."
uind erwecken damit jedenfalls bei mir den Eindruck, uns bewusst auf "eine falsche Fährte führen" zu wollen, DENN
allegorisch formuliert, "steckt dahinter immer eine Frau" -womit ich NICHT ausgerechnet Frau Merkel oder Frau Knobloch meine!- bzw. "Höhere interne und/oder externe Mächte", die Anweisungen erteilen oder auch nur erahnen lassen!
Den Rest Ihres postings lasse ich unkommentiert so -scheinbar naiv- stehen, auch weil der Text für sich selbst spricht!
Wer noch immer glaubt, es handle sich bei der SZ-Zensurpraxis um einen Einzelfall, der täuscht sich - und andere -, DENN
von den überregionalen deutschen Medien ist die SZ noch immer die mit der liberalsten Zensurpraxis!
DAS muss auch hier einmal gesagt bzw. geschrieben werden, damit die, vermutlich auftrags-gemäss Handelnden bei der SZ sich nicht permanent misverstanden oder gar "verleumdet" vorkommen!
Ich bin ein ausgewiesener Freund Israels. Bin Gründungsmitglied des Deutsch-Israelischen Freundeskreises in meiner Stadt und Wegbereiter einer deutsch-israelischen Städtepartnerschaft.
Heute morgen habt ihr mir meinen Kommentar zur Siedlungspolitik Israels gelöscht, weil ich es als Freund Israels gewagt habe, die gefährliche Eskalationspolitik der rechtslastigen Regierung Netanjahu zu kritisieren.
Ich bleibe dabei: Wer es gut meint mit Israel muss die Politik Netanjahus als "Kriegszündelei" bezeichnen. Daran hindert mich auch Eure manchmal von Euch lächerlich ausgelegte "netiquette" nicht....
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Er wird in Kürze veröffentlicht.
Ich glaub kein Wort.
Paging