Die Arbeitspartei hat eine Vereinbarung mit dem rechten Likud unterzeichnet. Noch muss ein Sonderparteitag der zerstrittenen Partei zustimmen.
Der rechtsorientierte Likud und die sozialdemokratische Arbeitspartei haben am Dienstag in Israel eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet. Der israelische Rundfunk meldete, der Vertragsentwurf müsse noch von einem Sonderparteitag der Arbeitspartei am Nachmittag gebilligt werden. Beide Seiten hatten bis zur letzten Minute in Marathongesprächen über die Vereinbarung verhandelt.
Bild vergrößern
Er will Verteidigungsminister bleiben: Ehud Barak. (© Foto: AFP)
Anzeige
An den Gesprächen waren auch die Parteivorsitzenden Benjamin Netanjahu (Likud) und Ehud Barak (Arbeitspartei) beteiligt. Damit könnte Netanjahu genug Stimmen für eine Mehrheit im Parlament mit seinen 120 Sitzen erreichen - gemeinsam mit der Arbeitspartei käme er auf 66 Sitze.
Er hat bereits Koalitionsvereinbarungen mit der ultrarechten Israel Beitenu ("Unser Haus Israel") und der strengreligiösen Schas unterzeichnet. Bislang ist jedoch unklar, wie sich die sieben Rebellen innerhalb der Arbeitspartei verhalten werden, die vehement gegen eine Regierungsbeteiligung eintreten.
Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung
Die Arbeitspartei ist über einen Beitritt zu Netanjahus Koalition gespalten. Nach der Wahlschlappe seiner Partei im Februar hatte Barak zunächst angekündigt, sich in die Opposition zurückziehen zu wollen.
Der Armeerundfunk berichtete laut AFP, dass sich Netanjahus rechtsgerichtete Likud-Partei dazu verpflichtet habe, die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern fortzusetzen und die bisherigen Abkommen zu respektieren. Außerdem will die künftige Regierung dem Bericht zufolge weiter gegen ungenehmigte jüdische Siedlungen im Westjordanland vorgehen.
Bisher hatte sich Netanjahu nicht offen zur Zwei-Staaten-Lösung bekannt. Zuletzt warnte die Europäische Union Netanjahu, eine Regierungskoalition mit ultrarechten Parteien dürfe nicht das Ziel eines Palästinenserstaates in Frage stellen.
Streit zwischen Israel und Ägypten
Die Nominierung des designierten Außenministers Avigdor Lieberman hatte bereits eine diplomatische Krise zwischen Israel und Ägypten ausgelöst. Liebermann, Chef der anti-arabischen Partei "Unser Haus Israel", hatte im Oktober Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak "zum Teufel" gewünscht, falls der Israel nicht besuchen wolle. Staatspräsident Schimon Peres und Premier Ehud Olmert hatten sich bei Mubarak entschuldigt. Kairo forderte eine Entschuldigung von Lieberman.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/AFP/dpa/mati/akh/bica)
Lohnzettel auf Facebook
Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
@Yoda76: "Er hat nicht die Befehlsgewalt über die Streitkräfte und Sie glauben doch nicht allen ernstes, dass Netanjahu einen Verbündeten, Ägypten, angreift, außerderm ist Ägypten ein Verbündeter der USA und was glauben Sie, wäre dann los..."
Tja der ehemalige Türsteher Liebermann hat nominell nicht die Befehlsgewalt. Aber wenn ein Politiker demokratisch gewählt wird, der öffentlich ethnische Säuberungen, Vertreibung und das "platt machen" des Gaza Streifens fordert zeigt dies doch die deutlich die Meinung der Wähler. Wo bleibt eigentlich der "Aufschrei"? Liebermann schwadroniert öffentlich über das bombardieren des Assuan Staudamms! Soll dies nun der unvergleichliche jüdische Humor sein??
Aber nach 42 Jahren israelischer Besatzung fand und findet wohl eine absolute Verrohung statt. Wie sonst liesse sich erklären, das ein Staat - eine Bevölkerung es für legitim hält, das Kampfbomber Angriffe auf Wohnhäuser fliegen um sogenannte "Zielpersonen" ohne Anklage, ohne Prozess und vor allem ohne jede Chance der Verteidigung mit tonnen schweren Bomben zu töten. Passanten oder Mitbewohner gelten hier ja generell als Kollateral schaden...
Und nun nach diesem Wochen langen Gaza Krieg stellt Richard Falk fest, das der Gaza Krieg an sich vermutlich als Kriegsverbrechen angesehen werrden muss.
Da ist schon die Frage erlaubt, was nun in Tibet so schrecklich Kritik würdig sein soll, während Israel Millionen Menschen ihrer Bewwegungsfreiheit beraubt, zig tausende verstümmelt und tausende Menschen tötet.
Gibt es in Tibelt Geziehlte Tötungen, gibt es in Tibet "Checkpoints" gibt es in Tibet wochen lange Bombardements???
Weggucken???????????
Ist das wirklich Ihre Lösung?
Wissen Sie noch was den Deutschen nach dem 2. Weltkrieg zu Recht vorgeworfen wurde?Eben,das die grosse Mehrheit der Deutschen bei der Machtübernahme der NSDAP "weggeguckt" hat und sich dadurch die Macht der Nazis erst manifestieren konnte.
Wir Europäer machen uns genauso schuldig wie die deutsche Bevölkerung damals!
Politische Feigheit und "wegsehen" bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit führt unwiderruflich zu Mittäterschaft!!!!!!
Wo bleibt denn die Zivilcourage die immer gefordert wird?
Wir sollten mehr Demokratie wagen! ( Willy Brandt)
Mfg
Paging