Während Israels rechtsextremer Außenminister Lieberman den starken Mann markiert, hetzt Irans Staatschef Ahmadinedschad erneut gegen Israel.
Israels ultra-rechter Außenminister Avigdor Lieberman hat die Arabische Friedensinitiative für einen umfassenden Frieden im Nahen Osten abgelehnt.
Israels Außenminister Avigdor Lieberman. Hier eine Aufnahme, die vor seinem Amtsantritt entstanden ist. (© Foto: dpa)
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Diese Initiative sei gefährlich und ein Rezept für die Zerstörung Israels, zitierte die israelische Tageszeitung Maariv Lieberman.
Die Tageszeitung Haaretz zitierte Lieberman mit den Worten, dass die US-Regierung neue Friedensinitiativen nur mit dem Einverständnis Israels auf den Weg bringen werde. "Glaubt mir, Amerika akzeptiert alle unsere Entscheidungen", sagte Lieberman.
Dagegen sprach sich Verteidigungsminister Ehud Barak dafür aus, gemeinsam mit der US-Regierung die Details der Initiative zu besprechen.
Ahmadinedschad spricht von "zionistischen Kriegsverbrechern"
Die US-Regierung will nach den Worten des Nahost-Beauftragten George Mitchell die vor sieben Jahren verabschiedete Initiative als wichtigen Bestandteil in ihre künftige Nahost-Politik einfließen lassen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird in der zweiten Maihälfte zu seinem Antrittsbesuch im Weißen Haus erwartet. Der Vorsitzende des rechtsgerichteten Likud hat bislang ein öffentliches Bekenntnis zu einem unabhängigen Palästinenserstaat verweigert.
Die 2002 verabschiedete Friedensinitiative sieht vor, dass die arabischen Länder Frieden mit Israel schließen und ihre Beziehungen normalisieren, wenn sich Israel im Gegenzug von den besetzten arabischen Gebieten wie den Golan-Höhen zurückzieht und ein Palästinenserstaat mit der Hauptstadt Ostjerusalem entsteht.
Für das palästinensische Flüchtlingsproblem, eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einem Frieden im Nahen Osten, schlagen die Araber eine gerechte Lösung vor. Diese soll auf der UN-Resolution 194 aus dem Jahr 1948 basieren.
Danach soll jenen Palästinensern die Rückkehr nach Israel gestattet werden, die dies wünschen und die zu einem friedlichen Zusammenleben mit ihren jüdischen Nachbarn bereit sind. Andernfalls sollen sie entschädigt werden. Nach Angaben der UN-Hilfsorganisation für Palästinaflüchtlinge sind derzeit mehr als 4,6 Millionen palästinensische Flüchtlinge registriert.
Derweil setzte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seine Verbalattacke auf Israel fort. Auf einer Veranstaltung in Teheran warf Ahmadinedschad Israel "brutales Vorgehen" und "ethnische Säuberung" vor.
Israel habe im Gazastreifen Kriegsverbrechen und Völkermord an den Palästinensern begangen, sagte er weiter. Der Iran habe bei Interpol die Verhaftung von 25 "zionistischen Kriegsverbrechern" beantragt.
Am Montag hatte der iranische Präsident mit ähnlichen Äußerungen für einen Eklat bei der Genfer Anti-Rassismuskonferenz gesorgt. Dutzende Diplomaten hatten daraufhin demonstrativ den Saal verlassen.
Mehrheit für Zwei-Staaten-Lösung
Es gibt auch eine positive Nachricht aus der Krisenregion: Eine deutliche Mehrheit der Israelis und Palästinenser ist laut einer Umfrage für eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost. 74 Prozent der befragten Palästinenser und 78 Prozent der Israelis sprachen sich für eine Einigung aus, die die Gründung eines eigenständigen Palästinenserstaates beinhaltet, wie israelische Medien am Mittwoch berichteten.
Die Studie sei von der Friedensorganisation One Voice (Eine Stimme) initiiert worden, es wurden insgesamt 1100 Menschen in Israel und den Palästinensergebieten befragt. Drei Viertel der befragten Israelis waren allerdings gegen eine Teilung Jerusalems.
66 Prozent der Israelis und 59 Prozent der Palästinenser waren gegen die Bildung eines binationalen Staates, in dem beide Völker zusammenleben. 53 Prozent der Palästinenser wünschten sich laut der Umfrage eine Anerkennung des Leids palästinensischer Flüchtlinge durch Israel.
Eine Mehrheit der Flüchtlinge sollte nach ihrer Ansicht in das Westjordanland und in den Gazastreifen zurückkehren, eine kleine Zahl auch nach Israel selbst. 60 Prozent der Israelis waren jedoch gegen eine solche Lösung.
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(dpa/Reuters/AP)
Frauen in Saudi-Arabien
"Wie gesagt. die palästinensische Seite könnte sich hinsetzen, unendlich über die Taten der Israelis lamentieren um schlußendlich als moralischer Sieger dazustehen. Leider weiterhin ohne eigenes Land, ohne Friede und ohne Perspektive ... "
... sie könnten, die meisten von ihnen machen es dennoch nicht... gemäß allhu akbar.
(Gott ist größer - vergleichbar mit Dein Wille geschehe).
Mit fehlgeleiteten Wunschvorstellungen der Zionisten meine ich ihre Auslegung des jüdischen Glaubens, die Inbesitznahme von Land, das ihnen nicht gehört mit allen dazugehörigen Konsequenzen zu betreiben. Insofern unterstelle ich ihnen nichts. Sie schaffen üble Tatsachen, auch wenn die Konsequenzen (Apartheid, Unterdrückung, Gewalt) selbst nicht ihr eigentlicher Wunsch sind, die sie aber verblendet in Kauf nehmen. Habe ich Sie richtig verstanden? Wollen Sie den Rassismus, den (nicht nur aber besonders gut) die Siedler betreiben, vom Tisch wischen?
Sie haben Recht, dass Israel nicht alleine verantwortlich ist. Das macht nur keinen Unterschied. Insbesondere die Engländer sind für die Entstehung des Konflikts verantwortlich (gewesen?). Und dann natürlich die Deutschen, die Russen und auch die Polen. Sicher habe ich welche ausgelassen. Auf gut Deutsch, der hier damals grasierende Antisemitismus ist in besonderem Maße ausschlaggebend.
Ausreichend Verantwortung hierfür zu tragen haben die europäischen Länder nicht nötig, na und die jüdische Bevölkerung als Opfer (bis auf wohltuende Ausnahmen) natürlich ebenso wenig?
Wenn sich etwas bessern soll, geht das nur mit einer Einsicht. Solange sich Israelis als Opfer sehen, können sie gar keine Einsicht erlangen.
Fakt ist, dass sie Opfer w a r e n. Dies ist nun aber Gott sei Dank Geschichte. Nur scheinen sie dafür blind zu sein. Fakt ist aber auch, dass es gegenwärtig tatsächlich Opfer gibt, und das sind nun einmal nicht die Israelis, sondern die Palästinenser. Das kann man drehen wie man will.
Zu viele Israelis wissen noch nicht mal, wie es den Palästinensern in der Westbank und in Gaza ergeht. Warum sollte man sie nicht aufklären?
Sehr richtig, b e i d e Seiten müssen sich dran halten.
Das Problem ist, von Israel wird das im Sinne von: "Wir beide sind gleich, aber ich bin gleicher" ausgelegt.
Und deswegen wird es nicht funktionieren können. Egal wieviele Roadmaps da noch kommen.
Ich wäre froh, könnten Sie Beweise dafür liefern, dass Israel wirklich ein funtkionierendes Palästina auf dem Gebiet des "Eretz Israel" zulassen wird. Nur, ich befürchte, das wird schwierig. Bisher hat Israel ja selbst dafür noch keine Beweise liefern können.
Gegenseitige Vorwürfe bringen nur dann nichts, wenn man nicht bereit ist, sein eigenes Verhalten unter die Lupe zu nehmen und auf Fehler zu untersuchen. Klar, wenn man es so macht wie das israelische Militär, wird auch das schwierig.
Leider ist mein Resümee zu diesem Konflikt jenes, dass Israel Zeit schinden will, aber nicht tatsächlich bereit ist, etwas zu Gunsten der Palästinenser zu ändern. Wie gesagt, Eretz Israel steht auf dem Programm.
Warum sonst hält sich Israel nie an Vereinbarungen?
Die Vorwürfe, Anklagen, die man Israel zur Last werfen muss, sollten doch irgendwann einmal zur Einsicht führen. Entschuldigung, aber wie wäre es um Deutschland bestellt, wenn die Mehrheit der Deutschen keine Einsicht hätte?
Ich denke, das sollte man von Menschen, die von sich meinen, mit Herz und Verstand ausgestattet zu sein, verlangen können.
Ansonsten muss man davon ausgehen, es mit bockigen Kindern zu tun zu haben, die böse werden und sich auf den Boden werfen, wenn man ihnen sagt, nein, das darfst du nicht.
"Ich könnte hier u n e n d l i c h viel aufzählen, was die Israelis den Palästinensern antun und angetan haben"
Tja, das Blöde an diesem u n e n d l i c h e n aufzählen ist halt, dass man dabei keinen Schritt weiterkommt.
Wie gesagt. die palästinensische Seite könnte sich hinsetzen, unendlich über die Taten der Israelis lamentieren um schlußendlich als moralischer Sieger dazustehen. Leider weiterhin ohne eigenes Land, ohne Friede und ohne Perspektive ...
Als Freund Israels kann ich Ihnen leider auch nicht erklären, wieso es jemand für richtig hält, etwas auf Kosten eines Anderen durchzusetzen. Allerdings halte ich es für einen überzogenen, sprich: falschen, Vorwurf an Israel oder auch der zionistischen Idee, dort einen Wunsch nach Apartheid, nach Unterdrückung, nach Gewalt, usw. zu unterstellen.
Der Nahostkonflikt ist über 100 Jahre alt. Israel ist wahrlich nicht alleine verantwortlich, dass das Verhältnis zu den Nachbarn nachhaltig zerrüttet ist. Ebenso ist allen Beteiligten vorzuwerfen, teils aus innenpolitischem, teils aus regional-strategischem Kalkül und auf Kosten der Palästinenser den Friedensprozess behindert zu haben.
1. Es gibt nur eine 2 Staaten Lösung. Alles andere bringt nur mehr Krieg.
2. Eine Militäroperation auf engsten Raum wo Millionen Menschen leben mit vergleichsweise geringen Zivilen Opfern ist weit entfernt von einer "Ethnischen Säuberung".
3. Jerusalem teilen wäre nicht ratsam. Jerusalem sollte eine freie Stadt unter UN kontrolle werden und die Israelische Regierung nach Tel Aviv ziehen.
4. Liebermann und Ahmadinedschad sollte mann gemeinsam auf einer Insel aussetzen und ihre Differenzen untereinander ausmachen lassen. Dafür bekommen dann beide Länder eine vernünftige Führung.
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