Israel 38 000 Flüchtlinge dürfen bleiben

Flüchtlinge umarmen sich nach ihrer Haftentlassung.

(Foto: Oren Ziv/dpa)

Das Oberste Gericht in Israel zwingt die Regierung Netanjahu zum Abschiebestopp - der Premier will nun das Gesetz ändern.

Von Alexandra Föderl-Schmid, Tel Aviv

Die Reaktion waren spontane Kundgebungen: Auf der einen Seite jene, welche die Ankündigung begrüßten - auf der anderen Seite, jene, dies sie kritisierten. Die israelische Regierung hatte überraschend die Entscheidung bekannt gegeben, dass die geplanten Abschiebungen von rund 38 000 Flüchtlingen gestoppt werden. Entsprechende Pläne seien aufgegeben worden, weil Drittländer deren Aufnahme verweigert hätten, teilte die Regierung mit. Es würden daher keine Abschiebungsentscheidungen mehr getroffen. Bestehende Abschiebungsbefehle seien annulliert worden. Migranten mit abgelaufenen befristeten Aufenthaltserlaubnissen könnten ihre Visa erneuern lassen. ...