Ehud Baraks Arbeitspartei will der Koalition unter der Führung der rechtsgerichteten Likud-Partei von Netanjahu beitreten.
Fünf Wochen nach den vorgezogenen Parlamentswahlen in Israel hat der designierte Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag mit dem Beitritt der Arbeitspartei eine regierungsfähige Mehrheit für seine Koalition gebildet.
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Ehud Barak beim Sonderparteitag in Tel Aviv: Nach der Zustimmung der Delegierten wird der Verteidigungsminister wohl auch unter dem neuen Regierungschef Netanjahu sein Amt behalten. (© Foto: Reuters)
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Ein Sonderparteitag der Arbeitspartei stimmte nach heftigen Auseinandersetzungen am Abend für einen Koalitionsvertrag, den Arbeitspartei-Chef und Verteidigungsminister Ehud Barak mit Netanjahu ausgehandelt hatte. Barak bleibt nun Verteidigungsminister.
Im Koalitionsvertrag heißt es, dass die von Likud-Chef angeführte Regierung sich an alle internationalen Verpflichtungen halten und an der Verwirklichung eines umfassenden Friedens in der Region arbeiten werde. In dem Vertrag wird jedoch nicht die Verwirklichung der Zwei-Staaten-Lösung erwähnt. Netanjahu hatte sich bereits im Wahlkampf immer wieder gegen die Bildung eines Palästinenserstaates ausgesprochen und gesagt, er werde die bislang geführten Friedensgespräche nicht fortsetzen. Netanjahu, der in der künftigen Regierung auch das Finanzministerium übernehmen wird, will nach eigenen Worten helfen, die palästinensische Wirtschaft anzukurbeln.
Mit dem Beitritt der Arbeitspartei verfügt Netanjahu nun über eine Mehrheit von 66 Mandaten in der 120-köpfigen Knesset, dem Parlament. Der künftigen Regierung gehören auch noch die anti-arabische Partei ,,Unser Haus Israel'' an, deren umstrittener Vorsitzender Avigdor Lieberman Außenminister werden soll, und die ultra-orthodoxe Schas-Partei an. Für die Partei wird eigens ein Religionsministerium geschaffen.
Der Beitritt der Arbeitspartei war unter den Mitgliedern bis zuletzt umstritten. Viele fürchteten um die Identität der Partei. Sie warfen Barak vor, eigenmächtig und undemokratisch gehandelt zu haben. In einer hitzigen Debnatte fordeten die Koalitionsgegner, dass die sozialdemokratisch orientierte Partei der rechten Regierung Netanjahus nicht als Feigenblatt dienen dürfe. Die Arbeitspartei hatte bei der Wahl im Februar ihr schlechtestes Ergebnis seit ihrer Gründung erzielt und nur 13 Mandate gewonnen. Nach der Wahlschlappe seiner Partei hatte Barak zunächst angekündigt, in die Opposition gehen zu wollen. Netanjahu kann nun seine Regierung vorstellen. Die Zustimmung von Staatspräsident Schimon Peres, der sich für eine Regierung der nationalen Einheit ausgesprochen hatte, gilt als sicher.
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(AFP/gba)
Protest gegen dritte Startbahn
nie überzeugend, weswegen hat die Partei der Arbeit so viel Stimmen verloren?
war als Verteidigungsminister doch eine Katastrophe. Weswegen hat der Likud wohl so viel Stimmen verloren? Aber der muss immer weitermachen...
soll das bloß hinführen? Ob Obama Lieberman stoppen kann?
....und Ehud Barak hat seine Absichten - die Siedlungspolitik einzudämmen - aufgegeben....
Es scheint, als wären in Israel nur noch "Kriminelle und Vorbestrafte" am Regieren!
Ich denke, dass das dortige Volk mit dieser Regierung auch nicht einverstanden ist.....
aber was wollen die machen....es gibt scheinbar nur noch "Schurken und Halunken" und die Gutmenschen läßt man nicht an die Macht!
Schlimm, erinnert mich irgendwie an unsere Republik. Ist doch alles das selbe. Die Schulden der Zockerei darf der Bürger zahlen und die "ehrenwerte Gesellschaft" der Steuerhingerzieher und Vorbestraften und der beteiligten Politiker in den entsprechenden Aufsichtsrats- und Vorstandspöstchen trägt das Bundesverdienstkreuz!
Eine kurrupte Bande, wohin man blickt! Sodom und Gomorrha!
Die Oesterreicher haben keinen CentralRad, der der Kanzlerin sagt, wogegen sie einschreiten muss.
Paging