Die Rede ist von Hunderten Toten binnen weniger Tage: In Nigeria liefern sich Sicherheitskräfte blutige Kämpfe mit Fundamentalisten - der Präsident will sie "ein für allemal" besiegen.
Beim Einsatz der nigerianischen Sicherheitskräfte gegen islamische Fundamentalisten sind allein an diesem Mittwoch im nördlichen Bundesstaat Yobe mindestens 30 Menschen getötet worden. Aus örtlichen Polizeikreisen verlautete, die Menschen seien Opfer von Gefechten am Rande der zweitgrößten Stadt von Yobe, Potiskum, geworden.
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Nach dem Angriff durch Islamisten: Eine Polizeistation in Potiskum in Nigerias Provinz Yobe am 28. Juli. (© Foto: AFP)
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Die Gewalt in Nigeria eskaliert seit Tagen: Nach offiziellen Angaben sind allein am Sonntag und Montag rund 150 Menschen bei den Kämpfen ums Leben gekommen. Nigerianischen Medienberichten zufolge liegt die tatsächliche Zahl der Opfer jedoch noch wesentlich höher. So berichtete die Zeitung Daily Independent an diesem Mittwoch von bis zu 600 Toten.
Scharia soll durchgesetzt werden
Besonders betroffen ist Maiduguri, die Hauptstadt des Bundesstaates Borno. Dort befindet sich das Hauptquartier der islamistischen Sekte Boko Haram, die sich den afghanischen Taliban verbunden fühlt. Sie kämpft für einen islamischen Gottesstaat und will die Einführung des islamischen Rechts in allen Bundesstaaten einschließlich des überwiegend christlichen Südens durchsetzen. Bisher gilt die Scharia nur in einem Dutzend islamischer Bundesstaaten.
Nachdem am Dienstagabend das Haus von Islamistenführer Mohammed Yusuf in Maiduguri beschossen worden war, durchkämmten Sicherheitskräfte in den frühen Morgenstunden das Hauptquartier der Sekte und den benachbarten Stadtteil, in dem sich die Aufständischen verschanzt hatten.
Nach Angaben des nigerianischen Zivilschutzes sind mindestens 4000 Menschen in Maiduguri vor den Auseinandersetzungen geflohen. Die meisten von ihnen suchten in Kasernen und in Polizeistationen Zuflucht. Die Sicherheitskräfte hatten zudem die Anwohner aufgefordert, den Stadtteil um das Hauptquartier der Islamisten zu verlassen.
Aufständische niederschlagen
Unbestätigten Berichten zufolge sollen die Islamisten mehrere Polizisten und Armeeangehörige als Geiseln und "menschliche Schutzschilde" festhalten.
Von der Gewalt sind außer Borno und Yobe auch die Bundesstaaten Bauchi und Kano betroffen. Präsident Umaru Yar'Adua erteilte den Streitkräften den Befehl, die Aufstände der Fundamentalisten "ein für allemal" niederzuschlagen.
Er zeigte sich zuversichtlich, dass die am Sonntag aufgeflammten Kämpfe bald beendet seien würden. Zwar hätten die Islamisten "Waffen gesammelt und gelernt, Bomben zu bauen, um den Frieden zu zerstören". Doch nun habe die Regierung "gehandelt, um ein potenziell gefährliches Problem an der Wurzel zu packen", sagte er.
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(dpa/AFP/ihe/vw)
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Politiker und ihre Pannen
@U.T.: Ich weis, ich weis... "wir sinken nicht, wir sinken nicht" blub blub
Ich rechne fest mit Bürgerkriegen in Europa in Zukunft. Denn Radikalismus fördert Radiklismus. Was hatten den Religionen in Europa vor 20 Jahren zu melden? Gar nichts. Hat man auf Parrtys oder im Büro über Religion gesprochen? Niemals.
Nun ist es allgegenwärtig. Sozusagen wieder eingeführt. Ebenso Archaische Gruppengewalt welche nach dem Krieg überwunden schien.
Wie reagieren deutsche Jugendliche darauf? Mann tut sich wieder in Archaischen Gruppen zusammen und wird gewalttätrig. Man wird wieder Religiös...
Das ist schlecht für Europa. Es bereichert uns kein Stück.
...was Ihre Europa-Einlassungen angeht, @wahrheitsliebender, ganz ruhig bleiben...;-)
Von der einen, sehr bedenklichen Situation in Nigeria und von testosteronüberschwängerten, krakeelenden Has.spredigern muss man nicht gleich deren 'Träume' zu ernst nehmen. Da ist einiges noch dazwischen.
An, wahrheisliebeder, Ein Wunder ist geschehen,dass dein Artikel nicht zensiert wurde. Es stimmt was Du da schreibst,dass sind Ausagen von radikalen Islamisten. Nur will das niemand wissen,bis es zu spaet ist. Es ist auch war,dass die gemaessigten Moslime genau so darunter leiden.
Radikale Muslime machen keinen Heel daraus, daß ihr Ziel die Islamisierung Europas und die Unterwerfung des einst christlichen Abendlandes unter die Knechtschaft der Scharia ist. Das wird in diesen Kreisen genauso offen ausgesprochen wie auf der Ebene vieler muslimischer Staatsoberhäupter! Schon heute drohen viele Migranten in Europa damit, das in wenigen Jahren sie die neuen Heerenmenschen sein werden und das Schicksal Europas längst besiegelt sei. Sie nennen das den Einwanderungsdschihad. Obwohl dieses Ziel von den radikalen Kräften klar formuliert wird, weiß unsere Bevölkerung so gut wie nachts davon. Die Medien verschweigen dieses Thema und die Politiker fördern weiterhin die Masseneinwanderung aus dem muslimischen Kulturkreis ohne klare Integrationsauflagen bzw. scharfe Sanktionen bei Zuwiderhandlung. Diese Politik muß endlich als das bezeichnet werden was sie ist, verantwortungsloser Irsinn und Verrat am eigenen Volk sowie den Werten des christlichen Abendlandes. Jeder der sich nur zwei Minuten mit der Ideologie des Islam beschäftigt hat weiß, das man Muslime nie in die Verlegenheit bringen darf, daß sie eine so große Bevölkerungsgruppe stellen, damit sie die Einführung der Scharia / eines Gottesstaates fordern können/müssen. Europa ist auf dem besten Wege bereits in wenigen Jahrzehnten diese Gefahr Realität werden zu lassen - gottloser Irsinn!
Von den rd. 140 Millionen Nigerianern sind rd. 50 % Muslime und rd. 40 % Christen. Wie überall auf der Welt, beginnt spätestens dann der offene Krieg um die Macht im Staat / um die Einführung der Scharia sobald die Muslime die Mehrheit der Bevölkerung bzw. eine große Minderheit stellen. In Nigeria läuft dieser Kampf nun schon seit Jahren mit zunehmend schlimmeren Auswüchsen / immer schlimmer werdender Christenverfolgung.
Open Doors schreibt über die Situation in Nigeria:
Mindestens zwölf nördliche Bundesstaaten in Nigeria haben in den vergangenen acht Jahren das islamische Recht, die Scharia, eingeführt. Seitdem kam es mehrfach zu Gewaltausbrüchen gegen Christen im Norden Nigerias, bei denen schon Tausende starben. Muslime beschuldigen in vielen Fällen Christen der Blasphemie, was zu Gewalt in den Scharia-Staaten Bauchi und Kano im Februar 2008 führte. Fünf Christen wurden getötet, über 20 verletzt und Tausende flüchteten. Mehrere Kirchen wurden bei Angriffen von Extremisten in diesen Staaten zerstört. Muslimische Leiter in Kano forderten ein landesweites Gesetz, das Blasphemie (Beleidigung des Islam) mit dem Tod bestraft. Mehr als 20 christliche Mädchen wurden 2008 in den Staaten Bauchi, Katsina, Kano, Niger und Yobe verschleppt. Viele von ihnen wurden mit dem Ziel entführt, sie durch Heirat mit einem Muslim zu islamisieren. Ende November kam es nach einer Kommunalwahl in der zentralnigerianischen Stadt Jos zu blutiger Gewalt. Polizei und Truppen töteten über 400 randalierende Muslime; Islamisten töteten über 100 Christen. Sechs Pastoren starben, 40 Kirchen wurden zerstört und 369 wurden ernsthaft verletzt.
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