Islamischer Staat USA bilden Cyber-Einsatzgruppe im Kampf gegen den IS

Die Task-Force soll verhindern, dass die Dschihadisten in sozialen Netzwerken neue Terroristen rekrutieren.

Die USA wollen ihren Kampf gegen die Rekrutierung von US-Bürgern durch Dschihadisten verstärken. Die Regierung kündigte die die Bildung einer Cyber-Einsatzgruppe an, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in sozialen Netzwerken und anderen Teilen des Internets entgegenstellen soll.

Die "Countering Violent Extremist Task Force" werde dem Heimatschutz- und Justizministerium unterstellt und soll mit anderen Behörden zusammenarbeiten, teilte das Präsidialamt mit. Die islamistischen Attentate in Paris und in der amerikanischen Stadt San Bernardino hätten die Notwendigkeit verdeutlicht, die Anwerbung von Kämpfern durch Gruppen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Ned Price.

Am Freitag trafen sich außerdem ranghohe Vertreter des Weißen Hauses mit Repräsentanten von US-Internetkonzernen im Silicon Valley, um über den Kampf gegen terroristische Gruppierungen im Internet zu beraten. US-Präsident Barack Obama sei fest entschlossen, "sich terroristischen Aktivitäten entgegenzustellen und sie zu unterbinden, auch online", erklärte Price.

Wie der Guardian unter Berufung auf Teilnehmer berichtet, interessiert sich die US-Regierung unter anderem für Warnmelde-Knöpfe bei terroristischen Inhalten oder der Radikalisierung von Nutzern. Technologie-Firmen wie Apple hingegen verlangen ein Bekenntnis Washingtons zur Verschlüsselung von Kommunikation.

Der IS nutzt das Internet intensiv für die Verbreitung seiner Botschaften. Einer Studie des Thinktanks Brookings zufolge benutzten die Islamisten im Jahr 2014 innerhalb von drei Monaten 46.000 Konten allein bei Twitter.