Islamfeindlicher Film "Innocence of Muslims" Sieben Christen in Ägypten zum Tode verurteilt

Sie sollen den Propheten Mohammed beleidigt haben, nun verurteilte ein ägyptisches Gericht sieben Christen zum Tode. Angeblich waren sie an der Produktion des Films "Innocence of Muslims" beteiligt.

Wegen ihrer Beteiligung an einem angeblichen "Schmähfilm" über den Propheten Mohammed hat ein ägyptisches Gericht sieben Christen in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Angeklagten hätten den Islam beleidigt, indem sie sich an der Herstellung und Vertreibung des Films beteiligt hätten, sagte der Kairoer Richter Saif al-Nasr Soliman.

Die gebürtigen Ägypter, gegen die in Abwesenheit verhandelt wurde, sollen sich in den USA und in Australien aufhalten. Vor der endgültigen Urteilsverkündung am 29. Januar muss erst noch der Mufti der Republik zustimmen. Dies ist bei Todesurteilen in Ägypten Vorschrift.

Der amateurhaft gemachte und in den USA produzierte Film "Innocence of Muslims" war im September im Internet aufgetaucht. In zahlreichen Ländern kam es deswegen zu gewaltsamen Protesten gegen Einrichtungen der USA und anderer Länder des Westens. In Sudan wurde die deutsche Botschaft gestürmt.

Anfang dieser Woche hatte sich der Macher des Films erstmals öffentlich geäußert.