Die Spuren des Terrorangriffs im indischen Mumbai weisen nach Pakistan. Das räumt nun auch erstmals die Regierung in Islamabad offiziell ein.

Die Regierung in Islamabad hat erstmals offiziell die Verwicklung pakistanischer Terroristen in die Anschläge in der indischen Metropole Mumbai (Bombay) eingeräumt.

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Mumbai Ende November: Das Hotel Taj Mahal brennt während der Terroraktion. (© Foto: AP)

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Der Sprecher des Außenministeriums, Mohammed Sadiq, bestätigte am späten Mittwochabend gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur APP, dass der einzige überlebende und - und seither in Indien inhaftierte - Angreifer, Ajmal Amir Kasab, pakistanischer Staatsbürger sei. Die Ermittlungen dauerten jedoch an. Pakistan sei entschlossen, alle Einzelheiten aufzudecken, so Sadiq.

Kurz nach dem Eingeständnis entließ Premierminister Yousaf Raza Gilani überraschend den Sicherheitsberater der Regierung, Mehmud Ali Durrani. Dieser habe sich "unverantwortlich" verhalten und sich in wichtigen Fragen der nationalen Sicherheit nicht mit Premierminister abgestimmt, hieß es in einer Stellungnahme des Regierungschefs. Durrani hatte am Mittwoch noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Außenministeriums in einem Fernsehinterview angedeutet, dass Kasab Pakistaner sein könnte.

Bei der Anschlagsserie in Mumbai waren Ende November mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Indien hatte am Montag Unterlagen an Pakistan übergeben, die Vernehmungsprotokolle mit Kasab enthielten. Der Mann hatte nach indischen Angaben zugegeben, pakistanischer Staatsbürger zu sein. Islamabad hatte das zunächst zurückgewiesen.

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(dpa/gal/ihe)