Der UN-Sicherheitsrat fordert mehr Soldaten in Afghanistan. Der Einsatz der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan wurde einstimmig um ein Jahr verlängert.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Einsatz der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) einstimmig um ein Jahr verlängert. Angesichts der zunehmenden Gewalt im Land forderte das höchste UN-Gremium in New York jedoch zugleich eine Stärkung der Truppe.
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Die deutsche Mission soll um 1000 Einsatzkräfte aufgestockt werden. Damit wären dann insgesamt 4500 Soldaten in Afghanistan im Einsatz. (© Foto: dpa)
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Auch die Kooperation mit den afghanischen Sicherheitskräften müsse weiter ausgebaut werden. "Der Rat ist sehr besorgt über die Sicherheitslage in Afghanistan, besonders wegen der zunehmenden gewalttätigen und terroristischen Aktionen von Taliban, al-Qaida und illegal bewaffneten Gruppen", heißt es in der Resolution.
Das Mandat für die Nato-geführte internationale Truppe mit derzeit etwa 70.000 Mann läuft am 13. Oktober aus. Der Bundestag will am 7. Oktober in einer Sondersitzung über die weitere Stationierung der deutschen Soldaten beraten. Auf Wunsch der Regierung soll die deutsche Mission um 1000 auf 4500 Soldaten aufgestockt werden. Die zeitliche Überziehung des Mandats ist rechtlich zulässig.
Die Mitglieder des Sicherheitsrats äußerten sich zufrieden über die einstimmige Entscheidung. Das sei ein wichtiges Zeichen, sagte der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad. Im vergangenen Jahr hatte sich Russland der Stimme enthalten. Dieses Mal sei die Sprache der Resolution "vorsichtig genug", sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin.
In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es bei den Kämpfen in Afghanistan immer häufiger auch Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben. Der folgenschwerste Zwischenfall ereignete sich am 22. August, als bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition afghanischen Angaben zufolge Dutzende von Zivilisten getötet wurden, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Die Schutztruppe forderte daraufhin nachdrücklich Verstärkung. "Der Sicherheitsrat autorisiert die an der ISAF beteiligten Mitgliedsstaaten, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Mandat zu erfüllen", hieß es in der Resolution.
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(dpa/pir/woja)
"Diese Taliban dürfen einfach nicht mehr die Macht erhalten, koste es was es wolle."
auch hunderte tote Frauen?
Ich bin nicht für den Abzug aus Afghanistan. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei den bisherigen Kommentatoren um Männer handelt. Ein Abzug aus Afghanistan würde die Hoffnung von Millionen von Mädchen und Frauen zu nichte machen, endlich leben zu können. Wir (Frauen) jammern hier in Deutschland darüber dass wir weniger verdienen als Männer, in Afghanistan können Mädchen froh sein, wenn sie überhaupt in die Schule gehen können oder Frauen arbeiten dürfen oder sonst irgendetwas, geschweige denn Geld verdienen, ohne gleich hingerichtet zu werden. Jeder tote oder Verletzte Soldat ist ein Opfer zu viel, aber vergessen wir bitte nicht, dass es sich hier um freiwillige Soldaten handelt. Jeder der sich beim Bund verpflichtet weiss, dass ihm in der heutigen zeit auch ein gefährlicher Auslandseinsatz bevorstehen kann. Diese Taliban dürfen einfach nicht mehr die Macht erhalten, koste es was es wolle.
und noch immer nicht genug??
In Afghanistan gibts nix zu gewinnen - leuchtet das ein?
der hinweis darauf, dass der Einsatz OEF NICHT damit sanktioniert wurde - aber durch die verbundenen Strukturen für keinen Afghanen vom ISAF-Einsatz unterscheidbar ist. So z.B. ind die Aufklärungsergebnisse der Tornados für beide Operationen verfügbar, angeblich "restriktiv".
Worin eigentlich das mandat besteht, sagt uns der SZ-Artikel nicht. Denn "ALLE MITTEL" die es zu nutzen gelte, beziehen sich ja auf das Mandat. Um es auch Dumpfbacken verständlich zu machen: der Einsatz einer Atombombe ist zwar auch ein Mitel, Frieden auf dem darunterliegenden Boden zu schaffen, hat aber nicht unbedingt etwas mit dem humanitären Zweck des Frieden-schaffens zu tun.
Und so läuft die Propagandamaschine weiter. Z.B. beinhaltet der UN-SR- beschluss die Genehmigung eines Einsatzes - aber nicht die verpflichtung dzu. Käme der Bundestag z.B. zu einem anderen Ergebnis, würde Deutschland nicht gleich mit den taliban gleichgestellt wie es Bush so gerne tut ("für oder gegen uns")
Und so hat das alles mit Journalismus zu tun. Oder eben mit Agitprop.
Die Russen kostete es 10 Jahre, zweistellige Milliarden, 16.000 Tote und 50.000 Verwundete Soldaten, bis die Einsicht kam das es nur eine Lösung gibt: Abzug.
Mal sehen wieviele Jahre, Kosten und Opfer diesmal nötig sein werden um etwas zu erkennen was im Vornhinein eigentlich schon klar war.
Der Afghanistankrieg ist verloren und ungewinnbar, da hilft auch alle Durchhalte- und Endsiegpropaganda auch nichts mehr und es ist nur eine Frage der Zeit bis die Sache so ausgeht wie damals bei den Sovjets.
Paging