"Großer Satan" gegen "Schurkenstaat": Wie die Amerikaner Teheran auf seinem Weg zur Atommacht stoppen wollen - und warum sie bisher kläglich scheitern.
Er ist ein ruheloser Provokateur: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad lässt keine Gelegenheit aus, sich selbst zu inszenieren.
Setzt sich gern in Szene: Mahmud Ahmadinedschad (© Foto: dpa)
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Die Festnahme der britischen Seeleute und die perfide Propaganda-Show bei deren Freilassung vor einigen Tagen zeigen das ebenso wie sein vielbeachteter Auftritt Anfang dieser Woche:
"Ich verkünde stolz, dass Iran seit heute zu den Nationen gehört, die in industriellem Maßstab Kernbrennstoff herstellen", ließ er die Welt wissen - und ging damit erneut demonstrativ auf Konfrontationskurs zu den Vereinten Nationen, allen voran den USA, dem "großen Satan".
Dass Teheran trotz des internationalen Drucks im Nuklearkonflikt weiter auf stur stellt, gibt den Spekulationen neue Nahrung, dass US-Präsident George W. Bush doch noch seine Drohungen wahrmacht - und Iran angreift. Dabei hat seine Regierung bisher bei weitem nicht alle diplomatischen Mittel ausgeschöpft, um Ahmadinedschad zum Einlenken zu bewegen.
Sinnbild der Schwäche
Das Ziel war klar definiert: Mit dem Einmarsch in den Irak 2003 wollte der US-Präsident die Machtverhältnisse am Persischen Golf dauerhaft zugunsten der Amerikaner verändern.
Doch der Plan scheiterte - aus der aggressiven Demonstration der Stärke wurde ein Sinnbild der Schwäche: Den USA ist es bisher weder gelungen, den Irak zu stabilisieren noch die Vorherrschaft in der Region zu sichern, im Gegenteil: Das US-Desaster im Irak hat vielmehr die Position Teherans gestärkt und dem "Schurkenstaat" ein Stück des Weges zu einer regionalen Großmacht im Nahen und Mittleren Osten geebnet.
In den USA ist man sich zumindest in einem Punkt weitgehend einig: Iran stellt eine Bedrohung dar - auch weil es nach Überzeugung der Amerikaner den weltweiten Terrorismus und die Aufständischen im Irak unterstützt. Deshalb liegt Washington viel daran, solche Machenschaften zu unterbinden, Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, seinen Einfluss in der Region zurückzudrängen - und Ahmadinedschads Regime zu stürzen. Entscheidend und umstritten ist aber: Wie?
Konkrete Angriffspläne
Die Vereinigten Staaten setzen bislang vor allem auf Konfrontation - und Drohungen. So hat der US-Präsident mehrmals betont, dass er sich die Option eines Angriffs auf das Land offenhalte. Laut dem US-Enthüllungsjournalisten Seymour Hersh ist beim Generalstab im Pentagon bereits eine spezielle Einsatzgruppe mit den Vorbereitungen von Angriffen auf Iran betraut.
Wenn Bush den Befehl gebe, könnten die USA innerhalb von 24 Stunden losschlagen. Auch eine russische Nachrichtenagentur berichtete unter Berufung auf Moskauer Geheimdienstkreise von solchen Plänen. Dass die Vereinigten Staaten in den vergangenen Monaten im Persischen Golf die stärkste Flottenkonzentration seit dem Golfkrieg aufgebaut haben, untermauert solche Behauptungen.
Die US-Militärplaner sehen laut dem USA-Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, Peter Rudolf, offenbar zwei Optionen. Erstens: Begrenzte, schnelle Luftschläge gegen die nukleare Infrastruktur. Umfassende Angriffe sollen zunächst lediglich angedroht - und nur dann umgesetzt werden, wenn Teheran mit terroristischen Anschlägen reagiert.
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ich stimme talpa eindeutig zu. ich erinnere noch an den berühmten brief des iran. präsidenten an merkel - der bei uns in deutschland nicht veröffentlich wurde; sondern lediglich im blog des iran. präsidenten zugänglich war! In diesem Z´hang wäre vielleicht auch mal der Status Deutschlands (und Japans) im Rahmen der UN zu betrachten.
Osterbotschaft Written by Mahmood www.Ahmadinejad.ir
"He was a messenger of peace, devotion and love based upon monotheism and justice. He was raised in His Mothers hand Virgin Mary (peace be upon her) that Almighty God stood her as impeccable and exalted her above the women of the world. The Mother and the Son that in the Divine Sight are reputable and prestigious. And they are positioned by God The All Wise- at a sublime level. [...]. The human generations one after another were not created to live in anguish, intimidation, skirmish, aggression, oppression, and misery. And without enjoying an amity and fraternity atmosphere - replete of love and justice depart this life and leave it for the next generations."
C. Knobloch am 27.01.07 in der Erklärung zum Holocaust-Gedenktag.
"Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinedschad hat die systematische Entrechtung, Deportation und fabrikmäßige Vernichtung von Millionen europäischer Juden mehrfach geleugnet, eine internationale Konferenz von Holocaust-Leugnern inszeniert, um diesen Lügen einen wissenschaftlichen Anschein zu geben, einen Wettbewerb der Holocaust-Karikaturen veranstaltet, um die Würde der Opfer zu herabzusetzen,
die Vernichtung des UN-Mitgliedsstaates Israel gefordert, die nukleare Aufrüstung des Iran vorangetrieben und droht mit dem Einsatz von Nuklearwaffen, hat weltweit den internationalen islamistischen Terrorismus gefördert und versucht die islamische Revolution zu globalisieren, mit dem Mullah- und Ajatollah-Regime eine fundamentalistische Diktatur verfestigt, die brutal die Menschenrechte des iranischen Volkes mit Füßen tritt.
Präsident Ahmadinedschad und das Mullah-Regime sind nicht nur eine Bedrohung für den Nahen Osten, sondern für die ganze Welt!"
So geht es nicht: so lange die USA bzw. die Ölkonzerne (was dasselbe ist) die Rohstoffe der dritten Welt nur mit Gewalt ihres Militärs und auf Kosten der Bevölerkungen ausbeuten, werden sie zunehmend nur noch mit immer größerer Gewalt und Brutalität ihre Vormachtstellung behaupten können und alle, die sich dagegen wehren als Terroristen diffamieren.
Ein Beispiel für die Gnadenlosigkeit ist auch der Artikel in der SZ heute auf Seite 3 über das Elend des ölreichen Landes Nigeria. Das Prinzip kann man in dem Buch von John Perkins "Bekenntnisse eines Öconomic Hit Man" gut nachlesen, nach dem man ein Land klein halten muß (um billig an sein Öl zu kommen), in dem man Despoten besticht, und die Bevölkerung arm läßt - das ist die Systematik. Und dagegen wird sich jedes Land mehr und mehr zur Wehr setzen und sich deshalb auch bald der Militärmaschinerie der USA gegenübersehen.
Die USA bzw. die Ölindustrie werden nicht umhin können, faire Bedingungen bzw. Vereinbarungen mit den Ländern zu treffen, aus denen sie ihre Rohstoffe beziehen. So lange können sie und wir nicht erwarten, in diesen Regionen irgendwo Freunde zu haben.
so einfach wie Sie das Problem sehen, ist es leider nicht.
Sie fragen zwar zu Recht, wo die Ergebnisse der deutschen Regierung geblieben, die den Konflikt mit diplomatischen Mitteln lösen wollen.
ich wünschte mir sehr, dass die einzelne Länder der Nato oder EU manchmal doch in der Lage wären, dass ihre Meinung (wahre Meinung) zu vertreten und versuchen es auch durchzusetzen.
Es ist aber leider nicht so.
Hier ist es ganz einfach, wenn USA es nicht will, dann passiert es auch nicht.
Es gibt einfach ein Souveränes Denken im Westen leider nicht mehr.
Diese unartige Handlungsweise bezieht sich durch alle politische Lösungen.
Im Bundestag geht es nicht um die Meinung der Einzelne und damit die Meinung der Bürger, sondern Meinung der einigen wenigen unter der Deckmantel Fraktionszwang.
Und wer nicht mitspielt, wird einfach abgesetzt.
Menschen regen sich zwar kurzfristig auf, aber angesichts der weitere Ereignisse, vergessen sie es wieder.
Und hier, spielt auch USA eine besondere Rolle und da die Menschen auch nicht mehr diese Widerstandskraft haben, wie in manchen anderen Zeiten bzw. Länder, wird zumeist alles so einfach hingenommen!
ich wusste garnicht das jemand die usa gefragt hat etwas gegen den iran zu unternehmen ? die usa will etwas gegen den iran unternehmen weil herr bush unbedingt einen sie zu seinem abgang braucht, da er den irak-krieg ja wohl bereits verloren hat. ich behaupte nich dass der iranische praesident kein provokateur ist, aber im gegensatz zu herrn bush kein verbrecher.
wenn die usa in sorge um die westliche welt ist, dann sollten sie erst einmal selst internationale vertraege ratifizieren.
gruessen aus holland
paul-rainer
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