Wieder Ausschreitungen in Teheran: Mit Knüppeln und Festnahmen hat die Polizei eine Trauerfeier für getötete Demonstranten aufgelöst. Auch Oppositionsführer Mussawi wurde gezwungen, den Friedhof zu verlassen.
Die iranische Polizei ist gewaltsam gegen eine Trauerfeier für ums Leben gekommene Demonstranten vorgegangen. Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi wurde von den Sicherheitskräften gezwungen, den Friedhof Behescht-e Sahra im Süden der Hauptstadt Teheran zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Zudem wurden mehrere Teilnehmer der Zeremonie festgenommen.
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Eine iranische Demonstrantin am 25. Juli: Auf das Peace-Zeichen hat die Polizei auch diesmal nicht reagiert. (© Foto: AFP)
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Mussawi wollte die Gräber der Demonstranten besuchen, die bei den Protesten gegen den Ausgang der Präsidentenwahl vom 12. Juni getötet wurden. Vor Beginn der Veranstaltung war die Polizei mit Knüppeln gegen rund 500 Menschen vorgegangen, die sich an dem Friedhof versammelt hatten.
Wie Augenzeugen berichteten, gelang es Mussawi, aus seinem Auto auszusteigen und bis zu dem Grab der Studentin Neda Agha-Soltan zu gehen, die bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad erschossen wurde.
Versammlungsverbot verhängt
Nach wenigen Augenblicken wurde Mussawi den Angaben zufolge von Polizisten umstellt und wieder in sein Auto geführt. Nachdem die Sicherheitskräfte Demonstranten vertrieben hatten, die den Wagen umringten, fuhr der Oppositionspolitiker davon.
Einem Augenzeugen zufolge nahm die Polizei einige Trauernde fest und versuchte die Menge auseinanderzutreiben. Die geistliche Führung des Landes hat jede Form der Versammlung in der Öffentlichkeit verboten. Ob auch der Oppositionspolitiker Mehdi Karubi an dem Gedenken auf dem teilnahm, war zunächst unklar. Auf der Internetseite Mussawis hatte es geheißen, auch Karubi werde auf dem Friedhof erwartet.
Mussawi und Karubi waren bei der Präsidentenwahl am 12. Juni gegen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad angetreten, dem sie nach der Auszählung Wahlfälschung vorgeworfen haben.
Symbol des Wiederstands
Der Ausgang der Wahl hatte zu den schwersten Protesten in Iran seit der islamischen Revolution 1979 geführt. Nach Darstellung der Behörden wurden dabei 20 Menschen getötet.
Unter den Toten war auch die 26-jährige Studentin Neda Agha-Soltan. Im Internet verbreitete Filmaufnahmen ihres Todes machten sie zu einem Symbol des Widerstands gegen die konservative Führung des Landes. Ihre Mutter hat zu dem Gedenken an Nedas Grab 40 Tage nach dem Tod der Studentin eingeladen.
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(rtr/AFP/ehr)
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Danke für Ihre Replik, daher schrieb ich "usw.".
Einen schönen Abend, ich habe Ihnen grün gegeben!
es berufen sich da noch einige andere als Staatsoberhäupter auf den Islam, wenn sie durchdrehen: siehe Pakistan, siehe Nigeria, siehe Südthailand...
entgegen zu treten, zeugt von Not und fordert höchsten Mut - meine Hochachtung.
nimm's leicht, sich ärgern lohnt nicht..............
Bewundernswert ist immer wieder die Zivilcourage dieser Menschen, sie lassen sich nicht unterkriegen. Und auch, wenn mal einige Zeit so etwas wie "Ruhe" herrscht, sie scheinen nicht aufzugeben, was man nur hochschätzen kann.
Der Islam ist in sich eine friedvolle Religion, die von einigen Staatsoberhäuptern benutzt wird, um Menschen zu unterdrücken und damit an der Macht zu bleiben und zu beherrschen. Schauen wir nach Jordanien, Tunesien, Marokko, auch die Arabischen Emirate, Dubai usw., dort herrscht Frieden, und so ist der Islam.
Dann haben wir eben diese Länder wie den Iran, Libyen, Algerien usw., deren (Be-)herrscher den Islam diskreditieren und in Veruf bringen. Islam ist nicht gleich Islam, und es ist für mich, die in einem damals friedvollen islamischen Land lebte, schlimm, dass diese Religion pauschalisiert wird!
Und wie bei allem in diesem Leben, zerstören Fanatiker, militante Menschen aufgrund von Machtgier den Ruf einer Religion, die auch von sehr, sehr vielen Menschen sehr friedvoll ausgeübt wird!
Paging